Norwegische Adventsstimmung ODER På låven sitter nissen….

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Hallo, meine lieben Leser, heute nur ein winzigkleiner Blog. Warum? Erstens will ich Martin gleich vom Flughafen abholen, er war eine Woche in Moskau und ich freu mich sehr, dass er wieder nach Hause kommt – und zweitens ist morgen Adventsingen in der Deutschen Gemeinde und ich muss noch viel vorbereiten. Entschuldigt also, und ich verspreche, dass es ab nächster Woche besser wird!

Damit Ihr aber nicht ganz ohne norwegischen Einfluß in den zweiten Advent gehen müsst, kommen hier zwei der beliebtesten und bekanntesten norwegischen Weihnachtslieder für Groß und Klein: „Musevisa“ von Alf Prøysen und „På låven sitter nissen“ von Margrethe Munthe. Ihr werdet ganz erstaunt sein, hört Ihr das letzte Lied, denn die Melodie kennen wir von dem Lied „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“!

Worum es im ersten Lied geht, könnt Ihr im Video, glaube ich, gut verstehen. Im Lied „På låven sitter nissen“ wird erzählt, wie der Weihnachtsgnom in der Scheune in Ruhe seine Grießbrei essen will, aber dauernd von aufdringlichen Ratten gestört wird. Dann schwingt er seinen großen Löffel und will sie vertreiben. Die Ratten tanzen lustig um ihn herum. Da springt der Gnom auf und droht damit, die Katze zu holen – und schwupps, sind die Ratten weg. Gesungen wird das Lied im Video von Fantorangen, einem der Helden aus dem norwegischen Kinderfernsehen!

Habt ganz viel Spaß beim Hören und Mitsingen (?), ich hoffe, Ihr könnt die Videos öffnen!

TEXT Musevisa:

Når nettene blir lange og kulda setter inn
så sier vesle musemor til ungeflokken sin:
Hvis ingen går i fella, men passer seg for den,
skal alle sammen snart få feire jul igjen!
ref: Heisan og Hopsan og fallerallera!
Om julekvelden da skal alle sammen være gla!
Heisan og Hopsan og fallerallera!
Om julekvelden da skal alle sammen være glad

 

Ja musemor er flittig, hun tar et stykke kull
og sverter tak og vegger i sitt lille musehull,
mens barna feier golvet og danser som en vind
og soper borti krokene med halen sin.
ref.

Omsider kommer kvelden som alle venter på
og musefar han trekker fram en støvel uten tå,
den pynter de med spindelvev og småspiker og sånn,
og så putter de en flaskekork i hempa på’n
ref.

Og musefaren sier, nå skal vi danne ring,
la støvlen stå i midten så går vi rundt omkring.
Vi gir hverandre halen som vi kan leie i,
og en og to og tre, og så begynner vi!
ref.

 

Og julematen deres, det er ei lita nøtt,
og så et stykke dropspapir for dem som liker søtt.
Og musemor har stillet opp en fleskebit på skrå,
og den får alle sammen lov å lukte på.
ref.

Ja musebestemora er også kommet inn,
nå sitter hun og koser seg i gyngestolen sin.
Det æ’kke orntli gyngestol, d’er no‘ som alle vet,
hun sitter der og gynger på en stor potet.
ref.

Så hopper de, så danser de, så traller de en stund
til musefaren sier:“Det er best vi tar en blund.“
Og ungene de legger seg, mens pappa holder vakt,
men selv i søvne traller de i hopsatakt:
ref.

Og bestemora gjesper, og sier slik som så:
„D’er morosamt med jula for dessa som er små,
(og) hvis ingen går i fella, men passer seg for den,
skal alle sammen snart få feire jul igjen!“
ref.

På låven sitter nissen

 

Julesanger.no

 

På låven sitter nissen med sin julegrøt,

så god og søt,

så god og søt.

Han nikker, og han spiser,

og han er så glad,

for julegrøten vil han gjerne ha.

 

Men rundt omkring står alle de små rotter,

og de skotter,

og de skotter.

De vil så gjerne ha litt julegodter,

og de danser, danser rundt i ring.

 

Men nissefar han truer med sin store skje

Nei, bare se,

og kom avsted.

For grøten min vil jeg få lov å ha i fred,

og ingen, ingen vil jeg dele med.

 

Men rottene de hopper, og de danser,

og de svinser, og de svanser.

De klorer etter grøten og de stanser,

og de står om nissen tett i ring.

 

Men nissen, ja han er en liten hissigpropp,

og med sin kropp,

han gjør et hopp.

Jeg henter katten hvis dere ikke holder opp

Når katten kommer, skal det nok bli stopp.

 

Da springer alle rottene så bange,

å, så bange, å, så bange,

og de vender seg og danser noen ganger,

og på en-to-tre så er de vekk.

***

So, ich wünsche uns allen einen schönen zweiten Advent, bleibt entspannt, singt und tanzt und vergnügt Euch! Das kann ich jetzt auch wieder: Meine Prüfung ist vorbei, danke für alle Daumen! Es lief gut, fand ich, und die Ergebnisse kommen im Januar

🙂

Viele Grüße an Euch alle,

ha det,

Ulrike

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(Gestern vor der Rosenhoff Schule, ca 10 Min nach der mündlichen Prüfung, Text: „Puuuuuuuuuh!“)

Gesas Bibliothek ODER Auf der Suche nach norwegischen Kinderbüchern…..

Gesa liebt Bücher. Jeden Morgen kuscheln wir uns auf den Korbsessel in ihrem Zimmer und begrüßen ihre neuen Freunde:  Findus, Mamma Muh, König Elch oder die glücklichen Fische von Mies van Hout. Wir gucken die bunten Bilder an und folgen den Geschichten. Nachmittags liest Martin Winnie Puuh vor, während wir zu dritt auf dem Sofa liegen. Und bei jeder Lesestunde freue ich mich auf die riesige Geschichtenwelt, die Gesa noch entdecken wird. Aus dieser Freude heraus entstand die Idee zu Gesas Bibliothek. Und dafür brauche ich Eure Hilfe.

Hallo, meine lieben Leser, wie schön, dass wir uns hier wieder treffen. Gesas Bibliothek also. Eine Sammlung von Büchern, ohne die es nicht geht. Die man kennen MUSS. Weil sie dazu gehören, weil wir damit aufgewachsen sind und weil man ohne sie einfach ärmer wäre. Glücklicherweise gibt es aber nicht die EINE Liste von solchen Büchern – jeder und jede hat eine eigene Liste. Letzte Woche habe ich bei Facebook nach den beliebtesten Büchern gefragt und schon eine ganze Menge toller Vorschläge bekommen. Aus Deutschland. Nun wollte ich aber auch wissen, mit welchen Büchern und Figuren norwegische Kinder aufwachsen (oder aufgewachsen sind). Welches Buch kennt hier also wirklich „jedes Kind“?

In manchen Punkten unterschieden sich die Antworten nicht von denen aus Deutschland: Astrid Lindgren war dabei, die Abenteuer von Petterson und Findus und die Märchen der Gebrüder Grimm. Dann aber kamen die norwegischen Autoren und damit Neuland für uns. Mit der Liste in der Hand sind Gesa und ich zur Bücherei unseres Vertrauens gegangen und kamen mit folgenden Büchern zurück:

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Hakkebakkeskogen og andre fortellinger (Der Hackebackewald und andere Geschichten)

Thorbjørn Egner ist der anscheinend bekannteste und beliebteste norwegische Kinderautor und die Geschichten Folk og røvere i kardemomme by (Die Räuber von Kardemomme) haben Kultstatus in Norwegen. Viele Textstellen, sowie die Moral hinter Kardemomme sind in das norwegische Bewusstsein eingedrungen und von dort nicht mehr wegzudenken. Schreibt Anders Heger, norwegischer Schriftsteller, im Vorwort zu der Egner-Sammlung, die wir ausgeliehen haben. Polizeimeister Bastian und Tante Sofie aus Kardemomme kennen wir schon und freuen uns jetzt auf Karius und Baktus, Klaus Klettermaus und die Abenteuer von Per, der eines Tages zur Kuh wurde.

Den store boken med eventyr (Das große Märchenbuch)

Was den Deutschen die Gebrüder Grimm sind, sind den Norwegen Asbjørnsen und Moe. Peter Christen Asbjørnsen und Jørgen Moe reisten Mitte des 19. Jahrhunderts durch ihr Heimatland Norwegen und sammelten Geschichten, die ihnen in allen Ecken des Landes erzählt wurden. Wir sind gespannt auf die Abenteuer vom Askeladden, einer der Hauptfiguren. Trolle sollen auch vorkommen, dazu Eisbärkönige, Haus –und Bergmäuse. Hört sich gut an!

Aurora i blokk Z/ Knerten Detektiv og handelsreisende Lillebror (Aurora aus Block Z)/ (Lillebror und der Knorzel)

Beide Bücher sind erst für ältere Kinder, aber ihre Autorin, Anne Cath. Vestly wurde mir ans Herz gelegt. Die Kabarettistin und Schauspielerin begann in den 1950ern Hörspiele für den NRK zu schreiben, die dann zu beliebten Kinderbüchern wurden. Das Familienbild in der Auroraserie war für die damalige Zeit sehr modern: Auroras Vater bleibt zuhause und kümmert sich um die Familie, während die Mutter arbeiten geht. Lillebror und Knorzel beschreibt die Abenteuer von Lillebror, der mit der Familie aufs Land zieht. Dort gibt es für ihn aber keine anderen Kinder zum Spielen. Bis eines Tages Knorzel, ein sprechender Ast, auftaucht.

Heksene (Hexen hexen)

Als auf meine Frage nach norwegischen Autoren der Name Roald Dahl auftauchte, guckte ich verwirrt. Roald Dahl? Der Autor von Charlie und die Schokoladenfabrik und Matilda war doch Brite. Stimmt, geboren ist der Meister des schwarzen Humors in Cardiff, Wales – aber seine Eltern waren Norweger. Dahl erhielt seinen Vornamen nach Roald Amundsen und wuchs zweisprachig auf. Das gilt ja irgendwie schon und dementsprechend viele seiner Bücher finden Gesa und ich in der Bibliothek. Auf unserer Liste steht: Hexen hexen. Es erzählt die Geschichte eines Jungen, der bei seiner Großmutter in Norwegen lebt und von ihr alles über „echte“ Hexen erfährt. So der Klappentext. Wir sind gespannt!!! Die ersten Sätze klingen vielversprechend (wohl eher für mich als für Gesa): „Dieses Buch handelt von echten Hexen. Echte Hexen tragen ganz normale Kleidung und sehen aus wie die meisten Frauen. Sie wohnen in normalen Häusern und haben normale Jobs. Deswegen ist es so schwierig sie zu erwischen.“ Uih!

Auf unserer Liste stand noch ein Name: Alf Prøysen. Seine bekanntesten Bücher handeln von Frau Pepperpot, einer kleinen Frau, die nie genau weiß, WANN sie auf die Größe eines Teelöffels schrumpfen wird. Aber irgendwie habe ich das Buch in der Bibliothek vergessen. Naja, nächstes Mal. Für den Moment sind wir ja gut ausgelastet.

Und Ihr? Welches war oder ist Euer Lieblingskinderbuch? Welches Buch muss unbedingt auch in Gesas Bibliothek? Ich freue mich auf Eure Kommentare und darauf, viele neue Geschichten zu entdecken. Oder alte wiederzuentdecken. Das ist genauso schön!

***

Das war es schon für heute, meine lieben Leser! Wir werden uns jetzt auf unsere Bücher stürzen, das Wetter lädt direkt dazu ein. Ich wünsche Euch allen eine ganz tolle Woche mit Abenteuern, Lachen, neuen Freunden und – viel Schokolade.

Ha det,

2015-01-30 15.00.29

Ulrike