Das Blogjahresquiz 2015 ODER Wer will Post von mir?

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Hallo, meine lieben Leser, wie schön, dass wir uns am letzten Tag des Jahres hier treffen. 12 Monate haben wir zusammen verbracht und ich schicke Euch allen, jedem einzelnen Leser, ein riesiges DANKE. Ihr seid toll und ich freue mich über jeden Abonnenten, jedes „Gefällt mir!“, (fast) jeden Kommentar. Sehr gerne würde ich gerade Euch unbekannten Leser auch mal persönlich treffen – mal sehen, vielleicht schaffe ich das bei dem einen oder der anderen ja in 2016.

Und bis dahin ist es nicht mehr lange, höchste Eisenbahn also für das Jahresquiz!

And now, without any further ado…Das Quiz!!

1. Was essen Norweger am Freitagabend?

2. Wen traf ich im Juni im Færder Nationalpark?

3. Was ist kakelinna?

4. Was durfte ich im September 2015 zum ersten Mal in Norwegen?

5. Wie heißt das neue Strandbad in Oslo?

6. Wie heißt die bekannteste Köchin Norwegens und Herausgeberin des „karierten Kochbuchs“?

7. Nach welchem Motto leben die Norweger? Slapp av, det….

8. Was ist åpen barnehage?

9. Wo fand meine weltweit erste Live-Bloglesung statt?

10. Wieviele Feigen gehören ins köstliche Feigenbrot?

11. Welches in Norwegen beliebte Zusatzernährungsmittel habe ich im Januar widerwillig probiert?

12. Welche seltenen Beeren haben wir beim Orientierungslauf entdeckt?

So, das war es für heute, meine lieben Leser. Viel Spaß beim Raten und Nachlesen, ich freue mich auf Eure Emails. Antwortet schnell und per Email an ulrike_niemann@yahoo.no.
Die ersten drei richtigen Einsendungen bekommen im Januar Post von mir! Also, wenn das nicht ein bisschen Anstrengung wert ist!!!

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Der letzte Tag des Jahres ist halb vorbei, in Sydney feiern sie bereits das neue Jahr und wie jedes Jahr sind die Köpfe voller guter Pläne und Vorsätze für das neue Jahr. Mein Vorsatz: Zum Oktober 2016 Arbeit finden. Gesa kommt im August in den Kindergarten und rechnet man die Eingewöhnungsphase ein, bin ich spätestens im Oktober einsatzbereit. Leider liegen die Jobs nicht auf der Straße rum, wenn Ihr also wen kennt, der wen kennt, der wen kennt…na, Ihr wisst schon.

Und Ihr so? Was für gute Vorsätze habt Ihr gefasst? Schreibt sie mir, ich bin doch so neugierig!!

Ich wünsche Euch allen, wo immer Ihr auch seid, einen guten Rutsch und ein wunderbares 2016. Bleibt mir treu und begleitet mich auf Reisen in die Telemark, Kochexperimenten und Abenteuern in der Welt norwegischer Kindergärten und Arbeitssuchen.

Bis dahin,

ha det bra,

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Ulrike

Von Schokoladenkönigen und Backwetter ODER K wie Weihnachten

Es gibt im Norwegischen wie im Deutschen tolle Wörter, die mit K beginnen: koselig, kyss, Kardamomme By oder Katze, kuscheln und Krümelmonster. In dieser Woche habe ich zwei neue norwegische K-Begriffe gelernt, die ich Euch nicht vorenthalten will. Tatarataaaa: Kong Haakon und Kakelinna.

Hallo, meine lieben Leser, wie schön, dass wir uns hier wieder treffen. Die Adventszeit neigt sich ihrem Ende, die Weihnachtsstimmung steigt und ich habe, danke Hiltrud, eine wunderbare, norwegische Weihnachtsköstlichkeit entdeckt:

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Wow, oder? Freia, der größte Schokoladenfabrikant im Land, at its best. Über den Preis der kalorienreichen Köstlichkeit legen wir einen zuckrigen Mantel des Schweigens. Immerhin ist Weihnachtszeit, der Dezember brachte ein Gehalt mit nur 50% Steuerabzug, also nicht lange zögern, ab mit dem Pralinenkasten in den Wagen. Seit 110 Jahren produziert Freia jedes Jahr ihren Kong Haakon. Warum Kong Haakon, fragt der geneigte Blogleser? Heißt der norwegische König nicht…äh…Carl-Gustaf?

Ja, genau und Oslo ist die Hauptstadt von Schweden.

(Musste Martin sich tatsächlich auf einer Konferenz in Deutschland anhören und nicht nur das: Auch sein Namensschild sagte: Dr. Martin Niemann, Oslo, Schweden. – Well, nobody is perfect.)

Kong Haakon also. Der Grund ist einfach: 1905 erhielt Norwegen die langersehnte Unabhängigkeit von Schweden. Es folgte eine Volksabstimmung über die zukünftige Staatsform und mit 259563 zu 69264 Stimmen entschied sich das Volk für die Monarchie. Nun hatte Norwegen aber keinen eigenen Adel. Ein Ausländer, repräsentativ ansprechbar und willig, musste also her. Das Parlament entschied sich für den dänischen Prinzen Carl. Der wiederum entschied sich für den Namen Haakon und ging als Haakon der 7. in die norwegischen Geschichtsbücher ein.
Freia feierte diesen denkwürdigen Anlass mit einer köstlichen Pralinenmischung.

Prima Sache!

12 Pralinensorten bietet uns Freia, eine köstlicher als die andere: Orangentrüffel, Mandelnougat, Mokka, Walnussmarzipan, um nur einige zu nennen.
Den roten Deckel der Packung anzuheben, sich nicht entscheiden zu können, dann doch eine Praline zu nehmen und zu genießen – das wird ab diesem Jahr eine unserer Weihnachtstraditionen.

K wie Kong Haakon.

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„SCHNEE!!!!“ jubelte es vor einigen Tagen auf Facebook, der Straße und hier in unserem Wohnzimmer. Na, endlich, der norwegische Winter beginnt, dachten wir. Aber Pustekuchen, aus den Minusgraden wurden Plusgrade, der Schnee tropfte von den Dächern und die Weihnachtsstimmung lag in Pfützen geschmolzen auf der Straße. Dank Christine kenne ich seit heute auch den Namen dieses Dezemberphänomens:

Kakelinna.

Kake, fragt die norwegischsprechende Blogleserin, Kuchen?

Ja, genau.

Früher begründete man das warme Wetter kurz vor Weihnachten nämlich so: Im ganzen Land wird so viel gebacken, dass die unzähligen heißen Öfen das Wetter beeinflussen. Kurz vor der Tomasmesse, am 21.12., wenn das Backen sich dem Ende neigt, sinken auch die Temperaturen wieder.

Eine wunderbare Erklärung, finde ich, viel schöner als natürlich auftretende Hochdruckgebiete oder ähnliches.

K wie kakelinna.

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Es sind diese kleinen Geschichten, die uns in einem Land heimisch machen. Wie eine Art Geheimcode lerne ich immer mehr über norwegische Traditionen. Oder sie werden mir erzählt, worüber ich mich immer freue!

Kos deg ist ein dritter norwegischer Begriff mit K und bedeutet soviel wie „Hab Spaß! Mach es dir gemütlich! Genieß es!“ – und das werde ich jetzt tun. Ich wünsche Euch allen, liebe Leser, ein wunderschönes, friedliches, lustiges, feierliches, leckeres, tannenduftendes Weihnachtsfest. Ich melde mich Ende des Jahres noch mit dem alljährlichen Blogjahresquiz.

Genießt die Zeit bis dahin,

kos dere,

jeg ønsker dere en riktig god jul,

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Ulrike

Oh Feigenbrot, oh Feigenbrot! ODER Ab in die Marketingfalle….

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Wie bringt man Kunden dazu, in einem bestimmten Supermarkt einzukaufen? Preisaktion wie “3 kaufen, 2 bezahlen” – vielleicht. Ständige Niedrigpreise bei Alltagswaren wie Windeln oder O-Saft. Ja, möglich. Mein Supermarkt gegenüber hat mich für immer an sich gebunden mit – Kochrezepten.

Hallo, meine lieben Leser, wie schön, dass wir uns hier wieder treffen. Kochrezepte also. Jawoll. Alle drei bis vier Monate überrascht KIWI seine Kunden mit einem neuen, kostenlosen Rezeptheft – passend zur Saison. Das erste Mal habe ich nur halb interessiert zugegriffen, mehr nach dem Motto: “Es gibt etwas UMSONST in Norwegen? Mitnehmen!!!”
Mittlerweile warte ich auf das neueste Heft mit aufgeregter Vorfreude. Vor zwei Wochen war es dann soweit: Das Weihnachtsheft war da! Unter dem Motto “Alle har sin jul” (Alle haben ihr (eigenes) Weihnachtsfest) finden sich auf 90 Seiten die allerköstlichsten Köstlichkeiten aus Norwegen und dem Ausland. Gepackt in idyllische Weihnachtsstimmungsfotos, die in mir nur einen Wunsch aufkommen ließen: Ab in die Küche!!!

Die Entscheidung fiel schwer (außer für Vegetarier oder Veganer): Pinnekjøtt, Lutesfisk, Ribbe, Medisterkake, Truthahn, eingelegter Hering, selbstgebackenes Knäckebrot, Weihnachtswurst, Lebkuchen-Eis-Nachtisch, Feigenbrot, Milch…

Feigenbrot???

Ok, die Entscheidung war gefallen!

Das Foto sah soooo verlockend aus, dass ich am liebsten sofort mit dem Heft in der Hand wieder zurück in den Supermarkt galoppiert wäre. Jahaaa und schon hat die Strategie der KIWI gezogen: Denn natürlich kaufe ich die Zutaten für das Feigenbrot in dem Supermarkt, der mir das Rezept gebracht hat. Und schon bin ich in die Falle gegangen!!

Mir doch schnurzpiepsegal. Ich stehe solchen offensichtlichen Marketingstrategien gleichgültig gegenüber und gebe auch meine Daten weiter, um dadurch 50% bei der Apotheke zu sparen oder einen lustigen Filzhut im Kinderladen zu ergattern. Da bin ich schmerzfrei. In Norwegen wissen eh alle alles. Transparente Gesellschaft. Mir ist egal, wieviel meine Mitmenschen verdienen – aber es wäre nicht schwierig, genau das im Internet herauszufinden.

Aber zurück zum Feigenbrot. Guckt doch nur mal….

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Das wollt Ihr auch backen? Lebt aber in Deutschland, KIWI-los und damit auch ohne Rezept?
Na, wofür habt Ihr denn mich? Ich bin doch da für Euch!!!

Feigenbrot

25g frische Hefe
3 dl lauwarmes Wasser
1 Tl Salz
1 dl Haferkleie
1 dl brauner Zucker
75 g Walnüsse oder Haselnüsse oder Mandeln
150g getrocknete Feigen
400g Weizenmehl

Die Feigen in Stücke schneiden oder auch ganz lassen, um ein spannendes Muster im Brot zu erhalten. Die Hefe ins lauwarme Wasser einrühren. Salz, Kleie, Zucker, Feigen und Nüsse dazugeben und gut verrühren. Mehl dazu und alles gut durchkneten.

Teig zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.
Danach den Teig in eine gefettete Kastenform geben und nochmal 30 Minuten gehen lassen.
Dann 10 Minuten bei 225° und 35 Minuten bei 150° backen.

Abkühlen lassen, aus der Form stürzen und genießen 🙂

Legt das Brot in eine rustikale alte Backform, verziert mit einem Band oder legt es in einen Leinenbeutel und verziert es mit kleinen Tannenästen. Ein beliebtes Geschenk!

Ich habe es mittlerweile zweimal gebacken und zwar problemlos – das will bei mir etwas heißen! Aber das KIWI- Heft bietet soooo viel mehr. Als nächstes werde ich wohl den Milchreis mit Kokosmilch und Preißelbeeren probieren!

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So, meine lieben, nun hungrigen, Leser, das war es für heute. Hat Euch die Backlust gepackt? Hier findet Ihr das gesamte Heft – auch prima zum Norwegisch lernen. Ich werde gleich eine Scheibe Feigenbrot genießen – zusammen mit meiner Mutter, dank der ich heute so ganz in Ruhe den Blog schreiben konnte 🙂

Ich wünsche uns allen ein ruhiges, schönes und leckeres Wochenende mit viel Lachen, in Zeiten wie diesen brauchen wir das.

Ha det bra,

Ulrike

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