Dies und das und jenes…ODER Frost? Ich will keinen Frost!!!!!

Gestern Morgen war es soweit. Ich hörte, wie Martin sich fertig machte für die Arbeit. Plötzliches ein glückliches Juchzen. Nun ist mein Mann nicht gerade ein begeisterter Frühaufsteher und Juchzen ist ihm um diese Uhrzeit eher fremd. Kurze Zeit später kam er mit einem strahlenden Lächeln ins Schlafzimmer und verkündete: „Wir haben Frost!!!!!!!“

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Hallo meine lieben Leser, schön, dass wir uns hier wieder treffen. Es ist also wieder soweit. Nach einem kurzen, viel zu kurzen, Ausflug in den Wärmebereich des Thermometers, geht es nun wieder abwärts.

ICH.WILL.DAS.NICHT! Hörst du, Wetter? Ich will keinen Frost, keinen Schnee, keine Kälte! Wahrscheinlich wird mein Wunsch nicht beachtet und deshalb habe ich heute offiziell die kalte Jahreszeit eingeläutet.

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Toll, oder? Dank der hilfreichen Facebook-Gruppe „Where in Oslo“ erfuhr ich heute morgen von einem guten Deal beim Sportladen XXL, die angeblich drei Paar Merinosocken für den unglaublichen Preis von nur 19 NOK anboten. Nichts wie hin da! Das super Angebot war leider schon ausverkauft – habe ich eben pro Paar 19,- bezahlt und gleich noch Unterwäsche dazu erstanden. Soooo sexy! Egal – Hauptsache warm, die Tangas lasse ich im Winter den H&M-Mädels :). Und weil ich schon mal so dabei war, wanderten auch gleich die wohl kuscheligsten Hausschuhe der Welt in den Korb. Der Winter kann kommen!

Viel habe ich Euch in dieser Woche leider gar nicht zu berichten. Bei textbroker ist ein neues Verkaufsteam am Werk und die sorgen für ordentlich Aufträge, was natürlich toll ist, aber die kurzen Deadlines lassen nicht viel anderes zu, als am Schreibtisch zu sitzen.

NEIN! Ich beschwere mich nicht…ich wollte nur erklären, warum heute nichts Spannendes von diesem Blog zu erwarten ist.

Ich würde also verstehen, wenn Ihr jetzt gelangweilt wegklickt.

Ehrlich.

No hard feelings.

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Ihr seid aber hartnäckig. Ok! Nach meinem Kransekake-Desaster von vergangener Woche habe ich die Formen nicht mehr angerührt, stattdessen aber köstliche Muffins und einen veganen Käsekuchen gebacken. Und der war so richtig lecker. Seidentofu, Tofu und Brombeeren waren eine himmlische Mischung und das Rezept war absolut einfach. Momentan versuche ich, soviel Milchprodukte wie möglich zu ersetzen, leider schmecken die veganen Brotauflagen nicht gut. Lecker ist allerdings veganer Überbackkäse, das war eine echte Entdeckung. Das Angebot ist in Norwegen eher begrenzt, einen der größten Bioläden haben wir hier glücklicherweise fast um die Ecke und gerade hat Helios auch umgebaut und vergrößert – Hurra!

Eine gute Alternative für ökologische Lebensmittel und Milch von glücklichen Kühen sind die Bauernmärkte oder „bondens marked“. Bauern aus der Umgebung bieten an Ständen so ziemlich alles an, was die Scheune und die Felder hergeben. Gerade am Sonntag haben wir per Zufall einen Markt auf dem königlichen Bauernhof entdeckt (nein, die Kühe tragen keine Kronen!). An einem wunderbaren Gemüsestand wanderten Rote Beete, Mörder-Karotten und Sellerie in meine Tasche und der Geruch von fast frisch geerntetem Gemüse begleitete uns auf dem Weg nach Hause. Am nächsten Tag habe ich alles zu einer vegetarischen Borscht verarbeitet – es schmeckte wie Herbst!! Dank der roten Beete und der Karotten hatte der Eintopf tolle Farben und schmeckte dazu einfach toll. Herbst ist fürs Kochen einfach die allerbeste Jahreszeit! Neben Gemüse bieten bondens marked auch Eier, Rentierfleisch, echt gelungene Kransekake, Honig oder Kräuter an.

Das Wetter will mich anscheinend gerade milde stimmen, die Sonne strahlt vom wolkenlosen Himmel und lockt mich nach draußen. Heute habe ich meine ersten Kastanien gefunden. Wir haben das Ritual, die erste Kastanie des Jahres zu behalten, sozusagen als Glücksbringer für den Winter. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich kann an den braunen, glänzenden Früchten einfach nicht vorbei gehen. Hier in der Sorgenfrigata stehen mehrere Kastanienbäume und heute haben sie endlich mit mir geteilt. In Compiegne standen ab Mitte Oktober immer die Straßenverkäufer mit gerösteten Esskastanien am Marktplatz und auch wenn ich kein großer Fan von Esskastanien bin, war es doch sehr gemütlich, sich an dem kleinen Stand die Finger aufzuwärmen.

Hier in Norwegen wärmt uns bald wieder der Kamin, denn noch ein Zeichen der nahenden Kälte: Unser Kiwi-Supermarkt verkauft wieder Holz und wir werden am Wochenende die ersten Vorräte anlegen. Vielleicht wäre es jetzt auch mal an der Zeit, den Keller zu entrümpeln, um statt alter Umzugskartons lieber Holz zu stapeln.

Braucht jemand ca. 100 Umzugskartons? Noch super in Schuss!!!

Ich gucke also der Kälte gefasst ins Auge und werde mich im Notfall am Schreibtisch warm tippen. Diese Woche war das Themenangebot echt unterschiedlich. Ich schreibe ja über fast jedes Thema, denn bis auf abgefahrene Sachen wie String-Theorie oder Dialekte im Himalaya lautet mein Motto: (Fast) Alles kann recherchiert und beschrieben werden. Diese Woche lernte ich also viel Neues über Brunost, den braunen Norwegerkäse, kann Euch eine Menge über Chrysler, Mitsubishi und Lexus erzählen und war gedanklich in Marseille und Nantes unterwegs. Langweilig wird es nie und jeden Tag kommen neue Aufträge. Die aktuellen entführen mich weiter nach Südfrankreich und gleichzeitig weg von diesem Blog. – Vorher werde ich mir wahrscheinlich noch kurz die Haare abrasieren. MAAANNNN!! Wisst Ihr, was passiert, wenn frau sich die kurzen Haare wieder länger wachsen lassen will? Nein? Es kommt der Moment, wo es einfach nur noch s*****e aussieht. Da bin ich jetzt! Wie schaffen es diese kurzgeschorenen Hollywood-Stars selbst im Übergangsstadium noch gut auszusehen? Rasieren werde ich wohl nicht, denn Hilfe ist nah: Meine Freundin Britta, als hätte sie es geahnt, hat mir im Mai eine wunderschöne Mütze gestrickt. Die werde ich ab jetzt aufsetzen und erst wieder absetzen, wenn die Haare auf Kinnlänge sind. So in 4 Monaten etwa.

Mit diesem Entschluss verabschiede ich mich für heute. Ich wünsche Euch allen eine wunderbare Woche, packt Euch warm ein, holt Kekse, Tee und ein gutes Buch oder den Lieblingsfilm hervor und macht es Euch gemütlich! Meine wöchentlichen Grüße gehen heute mal an meinen Stiefvater Dieter, einen treuen Blogleser! Wir sehen uns im Dezember 🙂

Ha det bra,

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Ulrike

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Wir sind „Best Blog“!! ODER Vom Versuch, Kransekake zu backen

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Es riecht gut, aber die Ringe gehen in ihren Formen ungewünschte Beziehungen ein und ich frage mich, ob fünf Eiweiß vielleicht doch zuviel waren. Oder waren es doch die Mandeln? Noch sechs Minuten. Ich habe ein ungutes Gefühl – Mist, im Video bei youtube sah es so einfach aus…..

Hallo meine süßen Leser und willkommen live von der Kransekake-Baustelle. Es gibt tolle Nachrichten: Letzte Woche wurde unser Blog von Corinna von Mein Apulien als Best Blog ausgezeichnet. Danke, Corinna!! Das war eine große Freude und ich werde in den kommenden Wochen den Preis an einen anderen Blog weitergeben und die 11 Fragen beantworten, die mit der Auszeichnung kommen.

Anstatt nun rumzuspringen und zu singen: „Ich habe einen Preis, ich habe einen Preiheis!!“ suchte ich nach einer kreativeren Form des Feierns und  womit feiert man hier in Norwegen? – Genau, mit Kransekake.

Ich werde also hier, heute, live und in Farbe einen Kransekake backen!

Zum ersten Mal.

Dabei gibt es einige Hindernisse zu überwinden: Ich bin alles andere als eine begnadete Bäckerin. Kochen ist okay, meistens produziere ich leckere Gerichte, die allen denen ausreichen, die nicht erwarten, von Jamie Oliver bekocht zu werden. Backen allerdings ist eine komplett andere Geschichte. Seit meiner Zeit im Harbour House Restaurant in Victoria, BC, Kanada, bin ich fähig Desserts herzustellen. Eva versuchte verzweifelt, mir auch das Geheimnis perfekten Backens näher zu bringen – aber vergeblich. Was zum Isolieren von Fenstern verführt, sollte nicht auf den Teller gelangen.

Diesem Wissen um meine Unzulänglichkeit mit Kuchenformen steht die momentane Begeisterung für Kochshows entgegen. Ich bin süchtig: Gordon Ramsey’s Hell Kitchen, Masterchef Professionell mit Michel Roux Jr., Jamie Olivers – Kochen in 15 Minuten und die Hairy Bakers versüßen meine Abende momentan. Und inspirieren mich zum Kochen. UND backen.

Wie schwierig kann es sein??????

Die Entscheidung ist also gefallen: Kransekake it is.

Ein Rezept ist schnell gefunden und es sieht simpel aus: 500g Mandeln, 500g Puderzucker, 2 Eiweiß und 3 Esslöffel Mehl. Als nächstes kommt die Form dran. Ein Kransekake besteht, wie der Name ahnen lässt, aus verschieden großen „Kransen“, also Kränzen, die aufeinander gesetzt werden. Natürlich können die Ringe auch ohne Form gebacken werden, aber mit ist es einfacher. – Sagt das Rezept. Und ich wehre mich nicht lange, denn…

..ich muss hinein in mein absolutes Lieblingsgeschäft: Traktøren am Bogstadveien. Hier findet man wirklich alles, was zum Kochen und Backen notwendig ist. Hier kann ich stundenlang mit Begeisterung durch die Regale stöbern, die vom Boden bis zur Decke vollgestopft sind mit Backformen und Messbechern, Teekannen und Espressotassen, Pürierstäben und Salzstreuern. Bei Traktøren gibt es einfach alles, oft entdecke ich Dinge und frage mich: Was ist das??

Heute allerdings gehe ich zielstrebig zu einem der hinteren Regale, greife nach einer Packung mit Kransekake-Formen und eile zur Kasse, begierig das Back-Abenteuer zu beginnen. – Im Supermarkt gegenüber stehe ich kurz danach vor einem Problem: 500g Mandeln soll ich kaufen, die schon zu einem feinen Puder verarbeitet sind…wie heißt das doch gleich?…ist egal, sie haben es auf jeden Fall nicht. Blöd. Gut, dann eben zum nächsten Laden.

Haben sich denn hier alle gegen mich verschworen? Hier gibt es auch keine feingeriebenen Mandeln, nur Mandelscheiben. – Gut, dann kommen die eben mit, wie groß kann der Unterschied schon sein???

Zuhause angekommen nehme ich die Küche in Beschlag, starte das Internet und kehre zu dem simplen Rezept zurück. 500g feingeriebene Mandeln. Ooooookay. Ich blicke auf die Mandelscheiben, an denen die braune Haut noch sehr sichtbar ist. Habe ich nicht mal gelernt, dass das mit der Haut nicht für alle Rezepte passt? Ach Quatsch, wird schon. Pürierstab rausgeholt und Mandeln zerkleinert.

Ohweh.

10 Minuten und einige Mandelstückregengüsse weiter und meine Mandeln sehen so aus:

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Prima!! Fix vereint mit Puderzucker und drei Löffeln Mehl. Schließlich sollen zwei halbgeschlagene Eiweiß dazu. AHA! Hier kenne ich mich aus: Eiweiß IMMER in Metallschalen schlagen, habe ich gelernt, in allen anderen Gefäßen funktioniert es nicht. Schön leicht aus dem Handgelenk…Michel Roux Jr. wäre so stolz auf mich…nach wenigen Augenblicken strahlt mir ein feiner, halbfertiger Eiweißschaum entgegen.

Nun beginnt die Irritation: Nur zwei Eiweiß für diese Masse an Trockenzutaten?? Ich lese nach, aber es bleibt dabei: Zwei Eiweiß.

Funktioniert nicht, der Teig wird krümelig, mehr nicht.

Sag ich doch!!!

Ich verlasse das Rezept und suche ein Video mit Kransekake-Anleitung.

AHA!! Perfekt, jeder Schritt wird einfach erklärt und gezeigt. Wieder zucke ich zusammen, als ich das weiße Mandelpulver in die Schüssel fallen sehe. Oh, oh. Aber immerhin benutzt sie fünf Eiweiß, damit der Teig schön weich wird. – Ich packe also noch drei Eiweiß in den Teig. Da bin ich spontan, da kenne ich nix. VIEL besser!! Nun den Teig ordentlich durchmixen und in der Pfanne erhitzen, dann in eine Spritztüte füllen und in die gefetteten Formen spritzen.

Klappt alles prima!!!!

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Ab damit in den Ofen. Die Mischung sieht komisch bräunlich aus, gar nicht  wie im Video. Nun gut, 15 Minuten bei 150°Grad…..

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LIVE-UPDATE…So, es ist eingetreten, was ich befürchtet hatte: Die Kranz- Formen und der Teig sind eine unlösbare Verbindung eingegangen. Die Kränze sind nicht elastisch, sondern steinhart und ich muss sie brockenartig aus der Form brechen. – Ich gehe mal kurz weinen…oder schreien….

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So, da bin ich wieder. Ein bisschen lustig ist es schon oder? Wollt Ihr mal sehen, wie ein Kransekake aussehen soll?

Toll, oder? Meinen zeige ich Euch ganz am Schluss.

Dem wunderbaren Video bin ich sklavisch gefolgt, es kann also nur an den Mandeln gelegen haben. Ok, da haben wir doch was fürs Leben gelernt!!!! Das ist doch toll!! Wie schon Thomas Edison auf den Vorwurf, er hätte 2000 Versuche gebraucht, um die Glühbirne zu erfinden, sagte: „Ich habe nicht 2000 Mal versagt – ich habe 2000 Wege gefunden, wie man eine Glühbirne NICHT herstellt!“

Jawohl, ich habe also bereits einen Weg gefunden, wie Kransekake nicht funktioniert!

Mehr will ich aber auch nicht finden!

Es hilft alles nichts, es ist ein einziges Desaster. Was machen wir denn jetzt stattdessen??? Ich werde heute Abend einen neuen Versuch starten und dann sofort ein Bild posten!

Trotz des Küchendesasters bleibt die Freude über die Auszeichnung und wir werden sie einfach ein bisschen später gebührend feiern (morgen ist auch Bauernmarkt, im Notfall könnte ich da einen Kuchen kaufen…..). Langsam entsteht eine kleine Blogger-Gemeinde für mich im Internet, es gibt regelmäßigen Austausch, man findet neue Blogs, wird inspiriert und lernt tolle Menschen kennen.

Meine wöchentlichen Grüße gehen also an alle Blogger und Bloggerinnen da draußen, die mir Einblick in ihr Leben gestatten, mich in neue Länder und Städte führen und mich, oft, zum Lachen bringen.

Das war es schon wieder, meine lieben Leser, ich reinige mal meine neuen Kuchenformen von ihrer Schande und lache ein bisschen weiter! Morgen zum Flohmarkt in der deutschen Gemeinde muss ich also einen anderen Kuchen machen, vielleicht sollte ich einen kaufen…..? Euch allen wünsche ich eine tolle Woche, sagt anderen, wie toll sie sind, lasst mal was daneben gehen und lacht darüber und überhaupt und wie immer: Habt Spaß am Leben.

Ha det bra,

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Ulrike

Eine Fjordfahrt, die ist lustig ODER Kaffeeklatsch mit Möwe

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In meinem Kopf ist diese Woche ein großes Durcheinander und wahrscheinlich zitiere ich morgen bei Jettes Geburtstagsfeier Macbeth, erzähle der Theatergruppe über Volvo und schreibe den Artikel für das Autolexikon in der Geheimsprache, die bei der Kindergeburtstagsschatzsuche gesprochen wird.

Hallo meine lieben Leser, wie schön, dass wir uns hier wieder treffen. Irgendwie laufe ich zur Zeit noch auf Sommer-Tempo oder bin bereits im Winterschlaf; auf jeden Fall sitze ich derzeit ständig verwirrt an meinem Schreibtisch. Nach der fast zweimonatigen Sommerpause fällt der Einstieg in den Alltag irgendwie schwer. Aber jetzt lege ich Konzentration an den Tag, Macbeth in die Ecke, und schreibe den Blog (…kurz checken…Ja, stimmt!).

Wir gehen heute ins Wasser.

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Na gut, AUFS Wasser. (Aber Ihr müsst zugeben, dass die falsche Formulierung Euer Interesse stärker geweckt hat.)

Wir gehen weit, weit zurück in der Zeit. Es ist letzte Woche Dienstag. Yr.no, die norwegische Wetterseite, hatte für diesen Tag einen bewölkten, aber regenfreien Himmel angekündigt – perfekt für die Seereise, die meine Mutter und ich geplant hatten. Die wichtigste Frage lautete:

Was ziehen wir an?

„Wir sind auf dem Wasser, da wird der Wind ordentlich pfeifen.“

Diverse Kombinationen wurden erprobt und wieder verworfen, die eine schien zu sommerlich, die andere eignete sich eher für eine Expedition ins ewige Eis. Am nächsten Morgen trugen wir beide die perfekte, zwiebellagrige Seereisenkombination und machten uns auf den Weg. Direkt an Aker Brygge legen die Schiffe vom Oslo Båtservice ab, der mehrere Touren anbietet: Hop-on-hop-off zwischen Aker Brygge und Oper, eine zweistündige Fjordcruise, Abendcruises mit Musik und Krabbenbuffet und kombinierte Bus-/Schiffstouren.

Wir wollten für zwei Stunden auf den Fjord.

Der Himmel war, wie versprochen, bewölkt, aber regenfrei. Wie immer waren wir etwas früh und, auch wie immer, hatten wir Lust auf einen Kaffee. Die Wahl fiel auf Café Skansen, nur wenige Minuten entfernt von unserer Anlegestelle. Unter tiefhängenden Lindenästen fanden wir ein lauschiges Plätzchen. Während wir die Getränkekarte lasen, landete etwas Weiches mit hohem Tempo auf unserem Tisch.

Flatsch.

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Empört wandte ich meinen Blick nach oben und sah das schussbereite Hinterteil einer Möwe, die gemütlich – und um einige Gramm erleichtert – auf einem Ast saß. Wir entschieden uns für den Rückzug und wechselten an einen anderen Tisch. Das verwirrte nun den Kellner, der aber nach einem kurzen Blick das Problem erkannte und in schallendes Gelächter ausbrach. Nach einer energischen Reinigungsaktion erklärte er den Tisch zur Sperrzone und dankte uns. Wofür, war mir schleierhaft. Den Kaffee mussten wir trotzdem bezahlen.

Gestärkt wanderten wir zur gegebenen Zeit Richtung Schiffsanleger. Leider war das Segelboot für diese Tour nicht mehr im Einsatz (nur bis zum 25. August, lasen wir später), aber die kleine Fähre mit den bunten Flaggen gefiel uns auch. Typisch deutsch stellten wir uns mit als Erste in die Schlange – na, wir wollten schließlich einen guten Platz!!!! Bald wuchs die Gruppe auf 15 Personen. Deutsch war die Hauptsprache – in diesem Fall schwäbelte und sächselte man um uns herum.

Der Himmel hatte mittlerweile dem Wetterdienst, in bester Steinbrück-Manier, den Mittelfinger gezeigt und die triste Wolkensuppe in strahlendes Sonnenwetter verwandelt. Nicht ein Windhauch war zu spüren, als sich das Boot langsam in Bewegung setzte und hinaus auf den Fjord fuhr.

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Wir starteten Richtung Oper, passierten dann die größeren Fjordinseln Hovedøya und Gressholmen mit ihren bewaldeten Küsten und leeren Stränden. Das Wasser schwappte gutgelaunt an unser Boot und ich verrenkte mir den Hals, um gute Fotos zu machen. Häufig hinderte mich eine braungebrannte Hand am Erfolg. Direkt vor uns saß ein junges, turtelndes Paar und immer wenn Turtelpause eintrat, wies sie ihren Liebsten auf die Schönheiten der Umgebung hin. Der Arme muss an einer gewaltigen Sehschwäche leiden, denn es reichte nicht aus, dass sie sagte: „Oh, guck eine Insel.“ –  NEIN!!! Sie musste auch jedesmal mit dem ausgestreckten Arm und Finger drauf zeigen, und zwar genau in dem Moment, wenn ich die besagte Insel gerade im Fokus hatte und nun aber, statt einer hübschen Küstenlinie, eine Hand quer im Bild hängen hatte!!!! Und wenn sie nicht zeigte, fotografierte sie selber und rutschte in meinen Fokus.

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Ansonsten waren unsere Mitfahrer aber zivilisiert. Auch wenn sie permanent über die interessanten Kommentare unseres Guides hinwegplapperten… aber damit habe ich die perfekte Entschuldigung dafür, dass ich nicht viel mehr Interessantes zu berichten habe: Ich konnte es einfach nicht hören. – Weiter nach vorne setzen??? Bin ich narrisch, wir hatten die perfekten Plätze!!

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Wir schaukelten über das Wasser und erreicht bald Nesodden, eine Halbinsel südlich von Aker Brygge. Mit dem Auto dauert die Fahrt in die Stadt von Nesodden aus eine Stunde, weshalb die meisten Bewohner morgens und abends die Fähre benutzen, die ihre Halbinsel mit Aker Brygge verbindet. An der Westseite von Nesodden bevölkern bunte Badehäuser das Bild. Zu ihnen gibt es eine interessante Geschichte: Es war einmal eine Zeit, in der das öffentliche Baden unter Strafe verboten war. Was natürlich den Drang, öffentlich zu baden, verstärkte. Da man aber nicht die Gefahr eingehen wollte, mitten im Brustzug von der Wasserpolizei aus dem Fjord gefischt zu werden, musste eine Lösung her: Das Badehaus mit Loch im Boden. Wer es sich leisten konnte, kletterte bei schönem Wetter in sein Badehaus, entkleidete sich und ließ sich durch das Loch im Boden ungesehen in die kühlen Wellen des Fjordes gleiten. – In den 1920ern dienten die bunten Hütten dann ganz anderen Flüssigkeiten: Durch die versteckte Lage konnte während der Prohibition hier ungesehen Alkohol an Land geschmuggelt werden.

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Mittlerweile steuerte unsere Fähre die Bucht vor Sandvika an, wo ich im Winter mit Christine und Adelheid über das Eis gewandert war. Nun amüsierten sich hier Segler, und Besitzer der wunderschönen Villen am Ufer saßen entspannt in der Sonne. Im Winter lade der zugefrorene Fjord hier zum Wandern ein, erklärte unsere Führerin. (Stimmt!) Das läge zum einen daran, dass der Fjord hier von drei Inseln von Wind geschützt wird und dass der Süßwasseranteil hier sehr hoch sei. Wir winkten einer Seglertruppe zu und verließen das kleine Paradies.

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Starke Wellen begrüßten uns, als wir auf den freieren Teil des Fjordes zurückkehrten. Es war kurz nach 14 Uhr und die Color Line-Fähre auf dem Weg Richtung Kiel, das sie am nächsten Morgen um 10 Uhr erreichen wird. Kaum hatten wir uns vom Schaukeln erholt, klatschten die nächsten Wellen an den Bug: Auch die Aida hatte den Hafen verlassen und war bereit, ihre Kreuzfahrtgäste an einen anderen Ort zu bringen. Meine Güte, wie riesig die Schiffe doch sind. Wir schaukelten vorbei und winkten fröhlich. Am linken Ufer tauchte das Statoil-Gebäude auf und wir nahmen kurz Kontakt zur arbeitenden Bevölkerung, aka Martin, auf, der sofort nach uns Ausschau hielt.

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Bald erschien die bekannte Silhouette von Aker Brygge. Vorbei am Astrup Fearnley Museum kehrten wir zurück in den heimatlichen Hafen, wo wir beim Aussteigen von einer dicken Möwe beobachtet wurden. Als sie sich in die Lüfte hob, suchten wir Schutz und wagten uns erst wieder heraus, als das penetrante Tier Richtung Café Skansen davon geflogen war.

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Puuh, entkommen!

Das war es schon für heute, meine lieben Leser. Ich hoffe, Ihr hattet Spaß an unserer Schiffsreise. Kommt nach Oslo (oder für alle Osloraner: Kommt zur Aker Brygge) und probiert es selbst aus!

Meine wöchentlichen Grüße gehen in dieser Woche an Ylva Linnea und Mattis Jakob – Willkommen, Ihr neuen Erdenbürger!  Meinen seetüchtigen Lesern wünsche ich eine tolle Woche, lasst Euch mal wieder Wind um die Nase wehen, schaltet in einen anderen Gang wenn nötig und erfreut Euch am Herbst. Eine ganz besondere Sache noch zum Schluss: Meine Freundin Silvi, Fotografin aus Leidenschaft, und ich haben einen Kalender entworfen. Vielleicht gefällt er Euch! Meldet Euch, wenn Ihr mehr wissen wollt: ulrike_niemann@yahoo.no.

Bis nächsten Freitag!

Ha det bra,

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Ulrike

Eine Flusswanderung entlang der Akerselva ODER Mit der U-Bahn nach Grönland…

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Was verfolgt man nicht alles im Leben? Man verfolgt hehre Ziele, schnöde Fußballspiele und hin und wieder die große Liebe. Ich habe einen Fluss verfolgt.

Im Team mit meiner Mutter.

Familiäres Wasser-Stalking sozusagen.

Es war ein großer Spaß.

Hallo meine lieben Leser, wie schön, dass wir uns hier wieder treffen. FALLS wir uns denn hier wieder treffen…Oder habt Ihr mir nach fast zweiwöchiger Abstinenz den Rücken zugedreht und lest stattdessen „Karibu sana – Mein Leben in Tansania“? – Nein, bestimmt nicht, schließlich ist das hier Euer Lieblingsblog und ich Eure Lieblingsbloggerin. Richtig? Los geht es also!

Flusswandern in Oslo

Wie es sich für eine anständige Hauptstadt gehört, hat Oslo einen eigenen Fluss. Nun kann sich die Akerselva nicht mit der Themse oder Seine messen, aber in Norwegen ist eh alles anders und so hat die Stadt eben einen Fluss, dessen gesamte Länge nur 8,2 Kilometer beträgt. Das tut der Liebe der Osloer aber keinen Abbruch. Eine Wanderung entlang der sprudelnden Lebensader stand schon seit Monaten auf  meiner To-do-Liste. Wie praktisch also, dass meine Mutter mit derselben Idee kam, angeregt ihrerseits von einem Buch mit Geschichten aus Oslo. Nun mussten wir nur noch überlegen, ob wir flussauf – oder flussabwärts wandern wollten. Vom Oslofjord zum Maridalsee oder umgekehrt? Schnickschnackschnuck…die Entscheidung war gefallen: Start unserer Wanderung sollte der Vaterlandspark nahe des Radisson Blu Hotels im Zentrum sein. Geplant, getan, an einem Freitagmorgen war es soweit. Akerselva, vi kommer!!!

Mit der U-Bahn nach Grönland….

Die Rucksäcke sind gepackt, Matpakke verstaut, Kameras aufgeladen und Blasenpflaster griffbereit. Ob des penetranten Bohrgetöses vor dem Kiwi-Supermarkt gegenüber lechze ich nach Ruhe und Natur. Nur weg hier! Frohgemut besteigen wir in Majorstuen die U-Bahn und juckeln bis nach Grönland.  Das liegt in Oslo direkt hinter dem Hauptbahnhof und hat weniger mit Inuits und ewigem Eis als mit Dönerständen und Multikulti zu tun. Vorbei am Goethe-Institut Norwegen wandern wir Richtung Vaterlandspark. Ein leises Gluckern dringt an unsere Ohren und: Da ist sie – die Akerselva!

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Schön ist sie, wie sie sich da so windet, vorbei an Baggern und Bauarbeitern, Kieshaufen und Zäunen. (Ich lasse jetzt mal eine extralange Denkpause, damit Ihr selber auf das folgende Problem kommt ………….) ZÄUNE??? Jawoll, große, metallene, unüberwindbare Zäune schmücken alle vier Zugänge zum Flussufer und stellen uns vor eine Frage: Und nun?

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Na das fängt ja gut an. Bauen die einfach hier so rum. Was soll denn das? WIR WOLLEN AM FLUSS WANDERN!!! – Interessiert niemanden. Wir gucken uns entschlossen an und beschließen den Zugang an einer anderen Stelle zu versuchen.

Leider haben wir keine Karte.

Ich höre Euch schon:  „Wie denn, was denn, auf eine Wanderung ohne Karte, was ist, wenn man sich verläuft?“ – Wir wollen an einem FLUSS wandern, wie groß sind die Chancen, dass man den verliert? Größer als man denkt. Dafür weiß ich jetzt aber, wo das Hauptbüro des Deutschen Roten Kreuzes in Norwegen liegt. Jaha! Über Nebenstraßen mit mangelndem Charme arbeiten wir uns weiter Richtung nächster Brücke, um erneut enttäuscht zu werden. Wieder versperren Zäune unseren Weg zum Fluss! Ja, ist denn das zu glauben? Oslo ist im Moment eine einzige riesige Baustelle, nirgendwo hat man Ruhe und ein Gerüst wird an einem Haus abgebaut, um am nächsten Tag in ganzer Schönheit am Haus daneben zu stehen. Es wird gebuddelt und gebaggert, geschliffen und gebohrt, gehämmert und gesägt von 7 Uhr morgens bis in den späten Abend. Und nun wird mir auch noch der Zugang zur Idylle von Baggern und Zäunen verweigert!

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…und zu Fuß weiter nach Kuba!

Auf der anderen Straßenseite endlich ein aussagekräftiges Schild: Die Stadt entschuldigt sich für alle Unannehmlichkeiten, aber der Wanderweg ist erst wieder in Kuba begehbar. Gut, wandern wir also nach Kuba. Ist ja nicht so weit. Ja, in Oslo kommt die Welt zusammen, eben waren wir noch in Grönland, nun sind auf dem Weg ins warme Kuba, an dem heute Studenten einen Papierflugzeugweitflugwettbewerb veranstalten und Kinder Enten füttern. Die idyllische Wiese im Stadtteil Grünerlokka hat ihren Namen übrigens aller Wahrscheinlichkeit nach von einem kubusförmigen Gebäude, das hier einst stand.

Und wirklich – hier in Kuba ist die Akerselva plötzlich frei begehbar und fordert uns sofort auf, ihr nahe zu kommen:

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Industriegeschichte in Oslo live und in Farbe

Tiefhängende Äste,  durch die das Sonnenlicht tanzt, locken uns auf den Weg. Endlich! Wie eine Diva hat sie sich angestellt, doch nun dürfen wir an ihrer Seite bis zur Quelle wandern. Eine Wanderung durch Natur, Kultur und Industriegeschichte der Stadt. Denn hier, wo heute Theater und Galerien, Restaurants und Ateliers sind, begann in Oslo vor über 150 Jahren die industrielle Revolution. In der Mitte des 19. Jahrhunderts explodierte die Textil- und Papierproduktion in Oslo und große Fabriken ließen sich am Fluss nieder. Vilhelm Dybwads textete zu dieser Zeit:

Akerselva, du gamle og grå,
Akerselva, deg holder jeg på.
Selv om Donau er aldri så blå,
kan i skjønnhet den aldri deg nå.
Slike farger visst aldri man så,
som hvor du munner ut på skrå
i den yndige duftende vrå
mellom Nyland og H.A.H.

Dybwad beschreibt die „niemals gesehenen Farben“ und die „reizenden Gerüche“ des Flusses zwischen den Fabriken Nyland und H.A.H. Tonnen von Chemie müssen damals in die Akerselva geleitet worden sein. Nach 150 Jahren konstanter Verschmutzung setzte sich in den 1980er Jahren eine Gruppe erfolgreich für die Reinigung und Renaturierung des Flusses ein. Gerade hatte sich die Akerselva erholt, geschah in November 2011 eine Katastrophe: 6000 Liter Chlor vernichteten alles Leben im Fluss. Oset, eine Firma für Wasserbehandlung am Trinkwassersee Maridalsvannet, war schuld an diesem Umweltdesaster. Der Fluss ist heute auf dem Weg der Erholung.

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Ein Tosen erreicht unsere Ohren und bald stehen wir vor dem größten der insgesamt 20 Wasserfälle entlang des Flusses, dem Wasserfall bei Mølla. Das Wasser rauscht an uns vorbei und springende Tropfen sorgen für angenehme Abkühlung. Wir beschließen, eine Pause zu machen und entdecken gleich neben dem Fluss ein wunderbares Café: Das Hønse-Lovisas-Haus beherbergte früher einen Sägemeister samt Familie und ist heute ein Kulturcafé mit Ausstellungen, Vorträgen, Kinderprogramm und köstlichen Waffeln! Wir sitzen auf den weißen Metallstühlen unter einem Baum und fühlen uns wie auf dem Land. Ein wunderbarer Platz mitten in Oslo.

Rein in die und raus mit der Natur!

Weiter geht der Weg vorbei an Industriebauten aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, die restauriert und umgebaut heute Künstlern, Architekten und dem NRK als Arbeitsstätte dienen. Wir sind begeistert und knipsen unsere Kameras müde.

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Und plötzlich liegt die Stadt hinter uns. Gerade waren wir noch im Neubaugebiet Nydalen, das den Fluss in moderne Form gepackt und ins Stadtbild integriert hat, wanderten über den Hof der Kunstschule, bogen rechts ab und da….Natur pur. Die Wege werden breiter, die Akerselva wird ruhiger und unserem Wanderführer zufolge könnten wir ab jetzt mit Wasserfledermäusen rechnen. Stattdessen bietet sich uns ein anderes Naturschauspiel: Zwei Männer im Rentenalter, erschöpft vom Lauftraining, entledigen sich ihrer Kleidung und steigen in den Fluss. Meine Mutter vermutet langsam ein System, ist es doch ihre zweite Begegnung mit freihängender norwegischer Männlichkeit. Die erste war direkt nach der Ankunft kurz vor unserem Haus. Ich betone erneut, dass ich mit dem nackten jungen Mann in Lederstiefeln nichts zu tun hatte! Gerüchten zufolge war es eine Wahlwerbung der rechten Partei und kein Begrüßungskomitee der anderen Art für meine Mutter.

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Wir wandern nonchalant an den nackten Wahrheiten gen Norden. Kein Stadtgeräusch ist zu hören, hier und da begegnen uns Spaziergänger auf dem steinigen Weg. Wir halten die Hand in den Fluss und genießen die Ruhe. Idyllisch ist es hier und noch während wir das denken, biegen wir um eine Kurve und da liegt er: Maridalsvannet, der größte See Oslos. Ein gewaltiger Anblick. Und unter einer Brücke liegt die Geburtsstätte der Akerselva, dem Fluss, den wir nun nicht auf 8,2 Kilometer, aber auf einer langen Strecke gefolgt sind.

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Nach mehreren Fotos kehren wir um, werfen noch einen Blick auf das naheliegende Norsk Teknisk Museum und steigen in den Bus 25, der uns direkt bis nach Majorstuen bringt. Mit der U-Bahn nach Grönland, zu Fuß weiter nach Kuba und am Ende mit dem Bus nach Hause. Schön war es.

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Das war es schon für heute, meine lieben Leser. Ich hoffe, Ihr hattet Spaß an unserer Wanderung, wir hatten es auf jeden Fall und ich schicke gleich mal meine wöchentlichen Grüße an meine Mutter. Schön hatten wir es! Hier in Norwegen wird es am Montag spannend: Es wird gewählt und anders als in Deutschland scheint sich ein Regierungswechsel anzukündigen. AP-Chef und Ministerpräsident Jens Stoltenberg wird also vielleicht demnächst sein Amt an Høyre-Chefin Erna Solberg übergeben. Wer mit wem regieren will und wird scheint noch völlig offen, nur eine große Koalition scheint fraglich. Warten wir es ab. Ich werde weder hier wählen (weil ich nicht darf), noch in Deutschland (weil ich nicht will) und gehe somit völlig wahllos in den Herbst.

Euch allen wünsche ich eine tolle Woche, genießt den kommenden Herbst oder den späten Sommer und lasst es Euch gut gehen!

Ha det bra,

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(Idylle am Honse-Lovisas Hus)

Ulrike