Fotosafari Oslo Teil 5: Aker Brygge und Tjuvholmen ODER Wo Touristen und Yuppies sich treffen…

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Als Justin Bieber bei seinem letzten Besuch in Oslo im „The Thief“ übernachtete, musste die Polizei das Viertel absperren – zu viele kreischende Teenager waren auf der Jagd nach ihrem Idol. Ansonsten geht es gesittet zu in Tjuvholmen. Der neueste Stadtbezirk Oslos ist bekannt für moderne Architektur, moderne Kunst und moderne Menschen, die ihre gutgefüllten Brieftaschen in den zahlreichen Restaurants und Bars zücken. – Gucken und flanieren ist aber selbst auf Aker Brygge und in Tjuvholmen umsonst: Auf geht’s!!!

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Hallo, meine lieben Leser, wie schön, dass wir uns hier wieder treffen! Der Frühling ist mit wunderbarer Sonne und fast sommerlichen Temperaturen in Oslo angekommen. Im Frognerpark beginnen die Bäume zu blühen, die Terrassen der Bars und Restaurants werden entstaubt und hinter unserem Haus baut sich ein Elsterpaar ein Nest. Das schöne Wetter muss man nutzen, dachte ich, und wanderte mit Gesa und Freund Christian auf Fotosafari durch Tjuvholmen und über Aker Brygge.

Früher Teil eines Werftgeländes ist Aker Brygge heute DIE Flanierpromenade der Stadt. Am Rathaus und dem Nobelzentrum vorbei und schon ist man da. Und da beginnen die schweren Entscheidungen: Eiswaffel und auf die Bänke am Wasser setzen? Ins Astrup Fearnley Museum und moderne Kunst gucken? Schuhe ausziehen und mit den Füßen im Fjordwasser planschen? Bei Lekter’n einen Cocktail trinken und Segelschiffe beobachten oder versnobte Yachtbesitzer? Obwohl die Aker Brygge nicht sehr lang ist, kann ich hier locker einen Tag verbringen, ohne mich zu langweilen.

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Lekter’n mit Blick auf die Festung und das erste Kreuzfahrtschiff der Saison 2015!

Aker Brygge

Aker Brygge

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Im Sommer beginnt der Kampf um die beliebten Holzbänke an Aker brygge!

Erster Blick auf's Astrup Fearnley Museum

Erster Blick auf’s Astrup Fearnley Museum

Astrup Fearnley  Museum

Astrup Fearnley Museum

Astrup Fearnley Museum

Astrup Fearnley Museum

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Für Fotofans bieten sowohl Aker Brygge als auch das moderne Büro- und Wohngebiet Tjuvholmen tolle Motive. Und wer noch eine Wohnung sucht: Für knapp 90.000 Norwegische Kronen ist die fünfte Etage eines der modernen Gebäude direkt am Wasser zu vermieten! Aber das ist ja noch gar nichts: Der Color-Line-Reeder Olav Nils Sunde hat für unglaubliche 240 Millionen Kronen eine Wohnung in Tjuvholmen gekauft. 1187 m² groß und mit Blick auf seine eigenen Schiffe und den Fjord, sah der Geschäftsmann darin nicht eine unglaubliche Absurdität (wie ich beispielsweise) sondern meinte: „Andere investieren in Kunst, ich in Immobilien.“

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Aber auch wenn das Viertel vom Geld seiner Bewohner oder Geschäftsleute geprägt ist, genutzt wird es von allen. Familien baden am Kieselstrand beim Astrup Fearnley Museum, Touristen sitzen mit Eiswaffeln am Ufer und machen Fotos, Manager treffen sich auf einen Espresso und mittendrin wandern Gesa, Christian und ich und genießen die Sonne.

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Der Sommer ist natürlich Hochsaison an Aker Brygge, wo unzählige Restaurants und Bars draußen Plätze anbieten. Mein Lieblingsort ist Lekter’n mit einer Terrasse AUF dem Wasser und supergemütlichen Liegewiesen (oder wie immer man diese riesigen Stühlen mit meterdicken Kissen nennen will). Es macht auch Spaß auf der kleinen Brücke Richtung Astrup Fearnley zu stehen und sich eine Yacht auszusuchen. Unglaublich große „Boote“ legen an Aker Brygge an, getreu dem Motto: Sehen und gesehen werden! Klappt bei mir, ich gucke gerne hin. Was da allerdings manchmal für Schnösel an Land kommen – DAS ist fast noch unterhaltsamer!

Ihr seht also: Dieser verhältnismäßig kleine Teil Oslos bietet viel Unterhaltung! Wer hat Lust, sich mit mir auf einen Cocktail zu treffen?

***

So, das war es schon für heute, meine lieben Leser. Ich hoffe, Ihr hattet Spaß an unserer kleinen Fotosafari. Wir wandern in ungefähr einer Stunde wieder nach Aker Brygge, um Martin abzuholen. Der fährt nämlich jetzt jeden Tag mit dem Linien-Boot zur Arbeit. Funktioniert wie der Stadtbus oder die U-Bahn, nur auf Wasser. Eine tolle Art, den Tag zu beginnen und zu beenden!

Euch allen wünsche ich eine tolle Woche, mit viel Sonne, viel Lachen, gutem Essen, netten Leuten und allem, was Ihr Euch so wünscht. Nehmt die Kamera in die Hand und guckt Euch mal wieder in Eurer Stadt um – ich wette, es gibt viel zu entdecken!

Ha det,

Moderne Kunst und ich :)

Moderne Kunst und ich 🙂

Ulrike

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Vorfreude ist die schönste Freude – Teil 2

Liebe Blogleser, manchmal sollte der Tag 48 Stunden haben. Hat er leider nicht. Auch nicht in Norwegen. Dieser astronomischen Tatsache muss sich auch die schreibwilligste Bloggerin ergeben und Prioritäten setzen. Meine heißt noch bis Sonntag: THEATER! Zwei Theatervorstellungen und ein Theatergottesdienst lassen (und ließen) in dieser Woche einfach keine Zeit zum Bloggen.

Nächste Woche wird alles besser.

Oder auch nicht, denn ich werde nach unserem Theaterwochenende, nach sieben Monaten Theatergruppe, nach viel Lachen und Lernen, Stöhnen und Betonieren, Singen und Schieben meine Theatergruppe ganz schön doll vermissen. Falls ich also in ein schwarzes Post-Theater-Loch fallen sollte, verschiebt sich der Blog um eine weitere Woche.

Nur schon mal zur Vorwarnung.

Ich begrüße an dieser Stelle alle neue Abonnenten und hoffe, dass Ihr nicht gleich wieder abspringt. 🙂

Euch allen wünsche ich eine tolle Woche,

vi sees!

Ha det,

Ulrike

Das ist ja so typisch! ODER Immer her mit den Vorurteilen…

goethe.de

goethe.de

Morgens, halbzehn, in Norwegen:

„Meine Güte, dass Ihr Deutschen immer alles ausdiskutieren müsst!“

BITTE?

Wer diskutiert denn hier IMMER alles aus?

Es ist doch nur so, dass man bestimmte Punkte nicht einfach im Raum stehen lassen kann. Da muss man sich positionieren, seine Meinung kundtun und kann nicht einfach NICHTS sagen. Es ist wichtig, verschiedene Standpunkte zu beleuchten und …

Ups.

Ok, ja, vielleicht diskutieren wir Deutschen ganz gerne.

Aber ist das typisch deutsch?

WAS ist typisch deutsch?

Hallo, meine lieben Leser, schön, dass wir uns hier wieder treffen. Ich gebe die Frage einfach mal an Euch weiter. Gibt es typisch deutsche Angewohnheiten? Welche sind gut? Welche sind schlecht? Welche sollten wir einfach akzeptieren und darüber lachen? Für welche Eigenschaften sind wir, z.B. in Norwegen bekannt?

Viel Spaß beim Selbstbeurteilen (oder guckt auf den Nachbarn ;)…) und kritisch Betrachten.

Es freut sich auf Eure (augenzwinkernden) Kommentare,

Pünktliche Grüße!

Pünktliche Grüße!

Ulrike

Ha det!