Undercover auf Wohnungskauf in Oslo ODER Hahahaha, WIEVIEL soll die kosten???

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Die Reaktionen sind meistens ähnlich: Verständnisvolles Nicken, betretenes Schweigen oder ein Aufschrei der Empörung. „WAS macht Ihr?“ Als wir neu in Norwegen waren, hat uns gerade die empörte Reaktion verunsichert. „Ja, aber das ist doch ganz normal!! In Deutschland machen das ganz viele…“ Ungläubiges Kopfschütteln der norwegischen/skandinavischen Bekannten folgte. Worum geht es hier? Unsere politische Einstellung? Eine ungewöhnliche Freizeitgestaltung? Tischsitten? Nein.

Es geht darum, dass wir unsere Wohnung…mieten.

Hallo, meine lieben Leser, schön, dass wir uns hier wieder treffen. Eine Wohnung oder ein Haus zu mieten ist in Skandinavien (fast) verpönt. Studenten wird es noch nachgesehen, aber jeder halbwegs etablierte Erwachsene hat gefälligst zu kaufen. Laut SSB, dem Statistikbüro Norwegen, besitzen fast 80% der Norweger ein Haus oder eine Wohnung (oder beides). Laut Eurostat liegt das skandinavische Land damit auf Platz 9 im europäischen Vergleich. Auf dem ersten Platz im Wohneigentum: Rumänien mit 96%. Auf dem letzten: Deutschland mit 46%. In keinem Land Europas ist der Anteil der Eigentümer so gering wie in Deutschland.

Warum?

Das Thema beschäftigt seit Auftauchen der Statistik die Gemüter (Wer ist schon gern Letzter?). Zwei Gründe scheinen für die hohe Anzahl an Mietern in Deutschland ausschlaggebend zu sein: Zum einen Geschichte und zum anderen der Finanzmarkt. Im zweiten Weltkrieg zerstörten die Alliierten einen großen Teil des Wohnraums in Deutschland und nach Kriegsende fehlten über vier Millionen Wohnungen für die Zerbombten und Vertriebenen. Statt aber Kredite für Hausbau oder Hauskauf zur Verfügung zu stellen, förderte der Staat in den 50er Jahren den sozialen Wohnungsbau. Später wurde der Mietmarkt privatisiert und die Investition in Mieteigentum lohnend. Heute herrscht in Deutschland eine gut funktionierende Mietkultur. Auch, wenn manche Städte wie München nicht genug Wohnraum bieten, ist der Mietmarkt in Deutschland, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, groß und gut reguliert.

Im Ausland (Horrorbeispiel USA) bieten die Banken Menschen mit niedrigem oder unregelmäßigem Einkommen Kredite an – nicht so in Deutschland – und ermöglichen sogenannte Nullfinanzierungen. In Deutschland liegt der Eigenkapitalanteil, wenn ich mich nicht täusche, bei 15 bis 20 %.  Der deutsche Finanzmarkt bestimmt also indirekt die Anzahl von Mietern und Eigentümern. Und gerade das vorsichtige Verhalten der Banken hat uns irgendwie erzogen. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich bekomme allein bei der Vorstellung hoher Schulden/Kredite mit einer Laufzeit von 25 Jahren das blanke Panikgefühl.

Fazit ist also: Mieten in Deutschland ist geschichtlich und ökonomisch geprägt, völlig akzeptiert und ob wir nun auf dem letzten Platz der Statistik stehen oder nicht, wen kümmert es?

Ganz anders, wie gesagt, in Norwegen. Mieten bleibt hier größtenteils Studenten und Ausländern vorbehalten, aber auch die verwandeln sich irgendwann in Eigentümer. Die meisten Mietwohnungen stehen in Oslo in den Vierteln zur Verfügung, in die es viele Studenten/ (gutverdienende) Ausländer zieht: Majorstuen, Frogner, Grünerløkka. Die Mietpreise sind horrend und viele Wohnungen werden darum als WGs vermietet. Kaum ein WG-Zimmer in den beliebten Wohnbezirken kostet unter 5000,- NOK, umgerechnet rund 625,- Euro. Mieten ist für viele eine vorübergehende Notsituation, bis man irgendwann den ersten Schritt auf den Eigentumsmarkt wagt.

„Wie läuft das wohl ab, so ein Wohnungskauf?“ habe ich mich gefragt. Viel hatte ich vor allem schon über die notorische budrunde gehört und gelesen, die Gebotsrunde, die im technischen versierten Norwegen via Email oder SMS abläuft. Viel wurde mir erzählt von völlig überteuertem Eigentum, von Häusern, die für mehrere Millionen über Einstiegswert verkauft wurden. Zu gern würde ich ja mal an so einem Verkaufsablauf teilnehmen. Einfach so, just for fun.

„Ja, mach doch!“ antwortete mir Freundin Anne beim gemeinsamen Kaffee. Ich müsste mich einfach nur in eine ausliegende Liste bei einer visning (Besichtigung) eintragen und schon würde ich über alle abgegebenen Gebote per SMS informiert.

Echt? Einfach so? Toll! Nichts wie hin!

Noch am selben Tag sitze ich also vor dem Computer und suche nach möglichen Kaufobjekten. Die in Norwegen wichtigste Internetseite für den Wohnmarkt heißt finn.no, ich bin hier regelmäßig zu Besuch und gucke nach Mietwohnungen. (Nächstes Jahr wollen wir umziehen und ich will auf dem Laufenden bleiben, aber das nur nebenbei.) Statt aber bolig til leie (Wohnraum zu mieten) anzuklicken, wähle ich diesmal bolig til salgs (Wohnraum zu verkaufen). Dann erkläre ich finn.no, dass mich Wohnungen mit drei Schlafzimmern und Balkon in Uranienborg und Majorstuen interessieren, also in nächster Umgebung.

Klick.

20 Objekte erscheinen auf dem Bildschirm, unter ihnen ein sogenanntes townhouse mit 239m² für 25 Millionen Kronen. Na, wir wollen es ja mal nicht übertreiben. Um DAS Haus zu besichtigen, muss man wahrscheinlich vorher sämtliche Finanzen offen legen und zum Lügendetektortest. Ich klicke mich von Eigentum zu Eigentum und entscheide mich schließlich für eine Wohnung im Camille Collett vei, einer meiner Lieblingsstraßen in Oslo. Die 78m² Wohnung wird für 4.090.000,- NOK angeboten, umgerechnet rund 510.000,- Euro. Ein Schnäppchen in dieser Gegend. Das visning ist am kommenden Sonntag zwischen 12 und 13 Uhr und offen für alle Interessierten. Die angezeigten Bilder sehen vielversprechend aus, die Wohnung wirkt gepflegt und gut in Schuss. Nichts wie hin da!

Am darauffolgenden Sonntag machen wir uns gut gelaunt auf den Weg. Der Camille Collett vei liegt 15 Minuten Fußweg von uns entfernt, mitten in Frogner und besteht größtenteils aus gut erhaltenen, wunderschönen Altbauten. Das Haus in dem „unsere“ Wohnung liegt, ist häßlich wie die Nacht, aber vom Balkon hat man einen wunderbaren Blick auf einige der schönsten Häuser der Straße. Und wie oft sitzt man schon VOR dem eigenen Haus und guckt es an? Kurz vor dem Ziel werden wir von zwei energischen Paaren in den 50ern überholt. „Ich wette, die gehen auch zum visning“, sage ich zu Martin. Ein blaues Schild der Maklerfirma hilft uns den Eingang zu finden. Die Haustür ist verschlossen, aber auf dem Klingelschild der 2. Etage klebt ein Zettel mit dem Namen des Maklers. Nach einem Augenblick surrt der Türöffner und wir klettern die Treppen hinauf.

Reges Stimmengewirr dringt durchs Treppenhaus, die Tür der Wohnung im 2. Stock ist angelehnt. Rund 15 Leute sind anwesend, zwei weitere drängeln sich schon wieder an uns vorbei nach draußen. Nonchalant, als würden wir uns täglich Wohnungen für 510.000,- Euro  angucken, treten wir ins Wohnzimmer und mein erster Blick fällt auf die beiden energischen Paare von der Straße. Ha, hab ich doch gewusst, dass wir die hier wiedersehen. Im Wohnzimmer flätzen sich zwei gelangweilte Kinder auf dem wollweißen Stoffsofa, während ihre Eltern kritisch den offenen Kamin betrachten. Wir gehen ins angrenzende Schlafzimmer und blicken uns um. Und lernen, dass Fotos, im richtigen Winkel aufgenommen, über vieles hinwegtäuschen: Die Fenster sind alt mit brüchigen Rahmen, die Heizungskörper anscheinend aus dem Baujahr des Hauses 1931. Der begehbare Kleiderschrank könnte noch nicht mal als „shabby chic“ oder „retro“ verkauft werden und die Farbe der Fliesen im angeschlossenen Badezimmer treibt mir das Wasser in die Augen.

Ich will meinen Augen eine Erholung bieten, schwenke sie weg von den gruseligen Fliesen, als sie einen weiteren Schock erleiden: Unbemerkt ist ein solariumgebräunter Mann in rosa Hemd und knallgrüner Hose in den Raum gekommen. Ich springe vor Schreck fast nach hinten. Es ist der Makler, der uns begrüßt und einige Anmerkungen zum Schlafzimmer macht. Mein Blick ist auf das rosa Hemd fixiert und Martin muss den größten Teil des Gesprächs übernehmen.

Der Verkaufskatalog und die Liste lägen auf dem Esstisch, lässt die rot-grün-Kombination uns wissen und dankbar verlasse ich das Schlafzimmer. Die aus edlem Papier und mit güldenen Buchstaben bedruckte Verkaufsmappe wandert in meinen Besitz und ich trage mich auf der Liste der Interessenten mit Namen und Telefonnummer ein. (Nicht ohne natürlich vorher genau zu lesen, ob ich dann eventuell auch mitbieten muss! – Muss ich nicht.) Währenddessen hat Martins handwerkliche Seite Überhand gewonnen und er führt mich von Zimmer zu Zimmer, um mir zu zeigen, was hier alles gemacht werden müsste. Als wären wir wirklich an der Wohnung interessiert. Mein Mann ist ein echter Undercover-Profi! Auch der Makler ist von Martins offensichtlichem Interesse überzeugt und gibt Tipps zu Wandaufbrüchen und Kaminverkleidungen.

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Ich wandere durch die Räume und versuche zu verstehen, aus welchem Grund diese Wohnung für 4 Millionen Kronen angeboten wird. Erstens, natürlich, ist es immer: Location, Location, Location. Wir befinden uns in einem der teuersten Wohngebiete Oslos, das macht einen Teil aus. Dann sind es drei Schlafzimmer und ein nicht zu kleiner Balkon. Der Parkettboden im Wohnzimmer scheint original aus den 30ern zu sein, die Fenster sind doppelt verglast.

Auf der anderen Seite: Alle Heizkörper müssen wenn nicht ersetzt, dann doch wenigstens komplett renoviert werden. Die Fensterrahmen sind brüchig, die Wände mit Bohrlöchern übersät und dringend streichbedürftig. Die Küche ist veraltet, die Armaturen abgenutzt, die eingebauten Schränke noch nicht einmal mehr „shabby chic“. Das Badezimmer ist unmodern, im ersten gibt es keine Toilette, im zweiten dafür eine Toilette, aber nur ein Waschbecken. Alles wirkt alt und abgenutzt. Von den Fliesen wollen wir gar nicht reden. Die ganze Wohnung braucht also Schönheitsreparaturen. Die kosten natürlich nicht die Welt, aber fallen in wirklich jedem Raum an. Und das noch oben drauf auf die eh schon hohe Kaufsumme  – WER macht das?

Ich stelle mir vor, dass hier wäre eine Mietwohnung und ich bei der Besichtigung. Schon nach fünf Minuten wäre ich wieder gegangen. Klar, im Notfall wäre die Wohnung „sofort bezugsfähig“, aber wirklich nur im Notfall. Auch im Vergleich mit unserer momentanen Wohnung schneidet diese hier schlecht ab. Die beiden ähneln sich in Aufbau und Ausstattung, beide Häuser sind aus derselben Zeitperiode, aber unsere Wohnung ist viel besser in Schuss.

Martin hat seine Fachgespräche mit dem Makler beendet, der wahrscheinlich große Hoffnungen in uns hat, nachdem wir das Paar waren, das insgesamt die meiste Zeit hier verbracht hat. Wenn der wüsste! Mit einem letzten Blick auf die wackelige Flurgarderobe verabschieden wir uns, sicher, dass niemand diese Wohnung in diesem Zustand kaufen wird.

Am nächsten Abend bekomme ich eine SMS. „Budvarsel“ lautet die Überschrift, Angebotsnachricht. Oho, da hat tatsächlich jemand auf die Wohnung geboten. Aber bestimmt weit unter gefragtem Preis. 3 Millionen, tippe ich…

Ein Angebot über 4.500.000,- NOK eröffnet die Gebotsrunde. 4,5 Millionen? Aber der geforderte Preis lag laut Annonce doch nur bei 4,09 Millionen! Na, das geht ja gut los. Das Angebot ist vorbehaltlos, das heißt der Bieter verfügt über ausreichende Mittel, die per Finanzierungsbeweis bestätigt sind. Das Angebot ist  bis zum kommenden Tag um 12 Uhr gültig.

Um 11.49 Uhr am nächsten Tag kommt ein Gegengebot: 4,6 Millionen bietet ein Interessierter, auch sein Angebot gültig bis um 12 Uhr. Nur sieben Minuten später die Reaktion: 4,8 Millionen liegen jetzt auf dem Tisch. Die Versteigerungsrunde ist in vollem Schwung, das jeweilige Angebot immer nur 15 Minuten gültig.

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Sechs Minuten später das nächste Angebot, doch der Bieter ist vorsichtig, er erhöht nur um 50.000,- Kronen. Wer mitgerechnet hat, weiß: Wir sind jetzt bei 4,85 Millionen Kronen. Es dauert nur drei Minuten bis zur nächsten SMS: Um 12.09 Uhr liegt das Kaufgebot für die renovierungsbedürftige, 78m² große Dreizimmerwohnung bei 5 Millionen Kronen.

625.000,- Euro.

Und dabei bleibt es. Es kommen keine weiteren Nachrichten und am späten Nachmittag wird die Wohnung bei finn.no bereits als solgt, also verkauft, ausgewiesen.

Ich bin, ehrlich gesagt, von den Socken. Den Ausgangspreis fand ich schon unglaublich, aber dass das endgültige Gebot noch eine Million Kronen darüber lag, ist unvorstellbar. Wie stark wirkt bei diesen Versteigerungen auch der sportliche Ehrgeiz? Das „Ich will das jetzt haben!“-Syndrom?  Ich kann es nicht fassen, aber vielleicht bin ich auch zu naiv und sehe den EINDEUTIGEN Vorteil der Wohnung nicht?

Was verstehe ich schon davon…ich MIETE ja auch…!

Was ich jetzt besser verstehe, ist das norwegische Wohnungskaufsystem und ich muss sagen: Spannend ist es schon. In diesem Fall war die budrunde kurz und schnell vorbei, aber für den ersten Eindruck hat es mir gereicht. Außerdem war es unterhaltsam, einfach mal fremde Wohnungen zu besichtigen. Ich glaube, ich habe ein neues Hobby.  Mal gucken, was für visnings es kommenden Sonntag in der Umgebung gibt……

***

Das war es für heute meine lieben Leser! Was für Erfahrungen habt Ihr mit Haus- oder Wohnungskauf, wie findet Ihr es zu mieten oder warum wollt Ihr es nicht? Es wäre toll, wenn Ihr Eure Erfahrungen mit mir teilt! Danke an dieser Stelle an Anne für die gute Idee, einfach mal zum visning zu gehen. Der nächste Kaffee geht auf mich :). Euch allen wünsche ich eine tolle Woche, unternehmt mal etwas Ungewöhnliches, bleibt neugierig und lasst es Euch gut gehen – ob in der Mietwohnung oder im eigenen Häuschen.

Ha det bra,

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(Mit Grüßen aus der Mietwohnung!)

Ulrike

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20 Kommentare zu “Undercover auf Wohnungskauf in Oslo ODER Hahahaha, WIEVIEL soll die kosten???

  1. hei ulrike.
    danke fuer den blogg som vanlig en morsom blanding av alvor og kransekake. ja sant budrunder og leillighetskjøp er ikke for amatører. tror det er lurt å dra på mange visninger som du nevnte, for da ser man forskjellene, også på buksefargen til meklerne. Det tok litt tid å bli vant til sjargongen, også, hva forteller de ikke. Er det planlagt noe renoveringer som kan føre til økte „nebenkosten“, gibt es eine garantieordnung falls jemand nicht zahlen kann?
    wie ist der erste eindruck im hausflur, und dann die 300.000 kr frage braucht das bad nen makeover, ist es nach der beruehemt beruechtigten baderomsnorm gebaut mit guter dichter membran…oder mehr freistil. oder ganz alt…
    teile euer erlebnis das einige visninger sehr schnell forbei sein kønnen.
    und ja, leider gehen einige oder auch viele wohnungen helt bananas weit uber wert, so sozialdemokratisch war das kønigreich schon lange nicht mehr. alle skal med?…….
    men lykke til. machmal ist es veilleicht das was hilft schlechtes wetter bei genau der visning, leute die bakfull sind zufællige detaljer som gjør at det går an.
    god helg
    markus

    • Hei Markus, du hast Erfahrung damit 🙂 danke für die Zusatzinfos. Ja, der erste Eindruck im Hausflur war auch nicht gut, stimmt!!! Dir auch ein god helg und danke fürs Lesen und Kommentieren 🙂

  2. Haha, das gleiche hab ich auch erfahren, als ich das erste Mal über Mieten + Kaufen gesprochen habe. Aber eigentlich ist es ganz simpel. Die hohen Kosten des Hauskaufs wirken sich auf die Steuererklärung aus, können als Belastung angegeben werden. Und daher kann man es sich dann auch wieder leisten, da man ja weniger Steuern zahlt.

    Liebe Grüße

      • Ja, es sieht hier ähnlich aus. Ich konnte bisher zwar noch keinen guten oder schlechten Stadtteil ausmachen, aber die Preise sind noch bis weit nach Sandnes enorm hoch. 4 Mio für 80-100 qm ist normal. Aber der Unterschied ist, dass man dafür sogar eine Neubauwohnung erhält. Kannst ja spaßeshalber mal Finn durchsehen. Da werden deine Augen leuchten!

  3. Witzig, in Rom ist es ganz ähnlich… Mietwohnungen sind für Studenten-WGs und für Ausländer oder für arme Schlucker (die dann ordentlich in die Tasche greifen müssen), aber ansonsten kauft man oder – erbt! Lese deinen Blog immer wieder gern! Saluti, Blitta

    • Bon giorno 🙂 …..ja, Du hast recht, erben kommt hier noch dazu. Manche Häuser standen vermutlich seit ihrem Bau nicht mehr zum Verkauf! Danke und viele Grüße nach Rom,
      Ulrike 🙂

  4. Versuche mal weiter oben im Norden eine MIETwohnung zu finden 😉 Zum Teil sind die Häuser mit Land sehr günstig. Vergleiche ich das mit Chemnitz, tränt mir hier das Auge.

  5. Gentrifizierung findet ja auch in Oslo statt, das muß man wissen.
    Ist man selber Topverdiener – super.
    Ansonsten ist es wohl besser in der schönen Agglomeration zu kaufen.
    D. h. Bærum ist wohl so teuer wie Meerbusch bei Düsseldorf.

    • Hei Stephan! Wohl wahr, je weiter östlich man geht, umso günstiger wird es, der Westen ist teuer. Bærum scheint unter den Top 3 der teuersten Gebiete zu sein. Schönes Wochenende 🙂

  6. oh Wohnungssuche… ein Thema, mit dem wir uns momentan auch beschäftigen… Ein Elend!
    Entweder schön aber schlechte Gegend (Hauptverkehrsstr) oder schön und viel zu teuer oder günstig und scheiße geschnitten.
    Mieten oder kaufen ist echt eine schwere Entscheidung. Zum einen ist es in einer Mietwohnung einfacher, weil, wenn etwas kaputt ist, wofür der Vermieter zuständig ist, muss er sich kümmern. Beim Eigentum ist man selbst gefragt.
    Andererseits kann man in einer eigenen Wohnung dann ganz selbst entscheiden, gestalten und umbauen, wenn etwas nicht so passt, wie man es gerne hätte… So es die Bausubstanz zulässt…
    Aber natürlich schreckt mich auch der Gedanke, z.b. 200.000,-€ für eine Wohnung aufzunehmen und dann 20-30 Jahre daran abzuzahlen. Wobei die Konditionen momentan so günstig wie nie sind und man eigentlich nichts besseres machen kann, als Geld aufzunehmen, um Eigentum zu erwerben.
    Ach, es ist eine Krux, dass der Lottogewinn ausbleibt 😉

    • Hei Babs, wie sieht denn der Markt zuhause so aus? Schöne Wohnecken gibt es ja! Drücke Euch die Daumen bei Wohnungssuche und Lottogewinn! Liebe Grüße 🙂

      • Hallo Ulli!
        es ist durchwachsen, schöne Gegenden bedeutet gleich auch höhere Mieten. Momentan wird sehr viel um- und neu gebaut, das ist der Hammer, was da die Wohnungen kosten sollen.Gönn dir mal den Nachmittag bei Immobilienscout 24 und klick dich durch das HiHeimer Angebot ab 3 Zimmer. Mieten und Kaufen… Ist sehr spannend und unglaublich teils.
        Und nun haben wir eine schöne (aber auch echt teure) Wohn in Aussicht, aber wir schauen Dienstag noch 2 andere an. Man weiß ja, bevor man den Mietvertrag unterschieben hat, nicht, ob es auch wirklich klappt. Wir werden sehen.

  7. Ich bin einmal aus Versehen in so eine Bieterunde reingerutscht und musste erstmal nachfragen was jetzt los ist – wollte mir doch nur mal die Wohnung anschauen! Fand’s dann aber auch sehr spannend, und die Wohnung wurde auch weit ueber dem angegebenem Preis verkauft. Huettenkaufen war wiederum einfach und ohne Bietrunde. Man darf nur nicht darueber nachdenken dass man fuer das Geld woanders eine tolle Wohnung im Stadtzentrum bekommt anstatt einer Holzhuette im Nirgendwo
    ohne fliessend Wasser 🙂

  8. Neues aus NRW, Holzbefeuerung ist der größte Verursacher von „Feinstaubemission“.
    Braunkohle, Industrie, Flußschiff-Dieselmotoren sind nur notwendige nachrangige Verursacher.
    Glücklicher Weise ist Norwegen groß und relativ dünn besiedelt, gut für ein
    gemütliches Kaminfeuer.

  9. Ohje, solche Bietrunden haben wir auch mitgemacht, aber das war vor ca. 5 Jahren und damals ging das nur per Telefonat und das nach einem jahr Norwegen! 😉 Der Makler konnte aber gut Englisch. Letztendlich haben wir beide Häuser auf die wir geboten haben, nicht bekommen, da gab es nämlich erstens Leute, die deutlich mehr geboten hatten und 2. Leute, die ein sogenanntes Vorkaufsrecht hatten und uns das 2. haus direkt vor der Nase weggeschnappt haben zu dem preis, den wir geboten hatten. Am Ende aber gabs dann doch noch ein schönes eigenes Haus in der Nähe von Oslo, wo die Summen nicht ganz so hoch sind. 2 Mio hat es gekostet und wenn wir es eines Tages verkaufen werden, bekommen wir bestimmt 2,3 Mio dafür…auch nicht schlecht. Kaufen lohnt sich wirklich in Norwegen und du brauchst keine Panik bekommen bei Krediten mit Laufzeiten von 25 Jahren…für einige Norweger sind Kredite mit Laufzeiten von über 30-40 Jahren völlig normal, zur Not gibt man die Schulden an die nächste Generation weiter. 😉

  10. Ich kann mir nicht helfen, ich lese in den Kommentaren immer Bier-Runde, statt Biet-Runde
    *lach*
    Dabei bin ich doch gar nicht der große Biertrinker…

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