Oh Feigenbrot, oh Feigenbrot! ODER Ab in die Marketingfalle….

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Wie bringt man Kunden dazu, in einem bestimmten Supermarkt einzukaufen? Preisaktion wie “3 kaufen, 2 bezahlen” – vielleicht. Ständige Niedrigpreise bei Alltagswaren wie Windeln oder O-Saft. Ja, möglich. Mein Supermarkt gegenüber hat mich für immer an sich gebunden mit – Kochrezepten.

Hallo, meine lieben Leser, wie schön, dass wir uns hier wieder treffen. Kochrezepte also. Jawoll. Alle drei bis vier Monate überrascht KIWI seine Kunden mit einem neuen, kostenlosen Rezeptheft – passend zur Saison. Das erste Mal habe ich nur halb interessiert zugegriffen, mehr nach dem Motto: “Es gibt etwas UMSONST in Norwegen? Mitnehmen!!!”
Mittlerweile warte ich auf das neueste Heft mit aufgeregter Vorfreude. Vor zwei Wochen war es dann soweit: Das Weihnachtsheft war da! Unter dem Motto “Alle har sin jul” (Alle haben ihr (eigenes) Weihnachtsfest) finden sich auf 90 Seiten die allerköstlichsten Köstlichkeiten aus Norwegen und dem Ausland. Gepackt in idyllische Weihnachtsstimmungsfotos, die in mir nur einen Wunsch aufkommen ließen: Ab in die Küche!!!

Die Entscheidung fiel schwer (außer für Vegetarier oder Veganer): Pinnekjøtt, Lutesfisk, Ribbe, Medisterkake, Truthahn, eingelegter Hering, selbstgebackenes Knäckebrot, Weihnachtswurst, Lebkuchen-Eis-Nachtisch, Feigenbrot, Milch…

Feigenbrot???

Ok, die Entscheidung war gefallen!

Das Foto sah soooo verlockend aus, dass ich am liebsten sofort mit dem Heft in der Hand wieder zurück in den Supermarkt galoppiert wäre. Jahaaa und schon hat die Strategie der KIWI gezogen: Denn natürlich kaufe ich die Zutaten für das Feigenbrot in dem Supermarkt, der mir das Rezept gebracht hat. Und schon bin ich in die Falle gegangen!!

Mir doch schnurzpiepsegal. Ich stehe solchen offensichtlichen Marketingstrategien gleichgültig gegenüber und gebe auch meine Daten weiter, um dadurch 50% bei der Apotheke zu sparen oder einen lustigen Filzhut im Kinderladen zu ergattern. Da bin ich schmerzfrei. In Norwegen wissen eh alle alles. Transparente Gesellschaft. Mir ist egal, wieviel meine Mitmenschen verdienen – aber es wäre nicht schwierig, genau das im Internet herauszufinden.

Aber zurück zum Feigenbrot. Guckt doch nur mal….

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Das wollt Ihr auch backen? Lebt aber in Deutschland, KIWI-los und damit auch ohne Rezept?
Na, wofür habt Ihr denn mich? Ich bin doch da für Euch!!!

Feigenbrot

25g frische Hefe
3 dl lauwarmes Wasser
1 Tl Salz
1 dl Haferkleie
1 dl brauner Zucker
75 g Walnüsse oder Haselnüsse oder Mandeln
150g getrocknete Feigen
400g Weizenmehl

Die Feigen in Stücke schneiden oder auch ganz lassen, um ein spannendes Muster im Brot zu erhalten. Die Hefe ins lauwarme Wasser einrühren. Salz, Kleie, Zucker, Feigen und Nüsse dazugeben und gut verrühren. Mehl dazu und alles gut durchkneten.

Teig zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.
Danach den Teig in eine gefettete Kastenform geben und nochmal 30 Minuten gehen lassen.
Dann 10 Minuten bei 225° und 35 Minuten bei 150° backen.

Abkühlen lassen, aus der Form stürzen und genießen 🙂

Legt das Brot in eine rustikale alte Backform, verziert mit einem Band oder legt es in einen Leinenbeutel und verziert es mit kleinen Tannenästen. Ein beliebtes Geschenk!

Ich habe es mittlerweile zweimal gebacken und zwar problemlos – das will bei mir etwas heißen! Aber das KIWI- Heft bietet soooo viel mehr. Als nächstes werde ich wohl den Milchreis mit Kokosmilch und Preißelbeeren probieren!

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***
So, meine lieben, nun hungrigen, Leser, das war es für heute. Hat Euch die Backlust gepackt? Hier findet Ihr das gesamte Heft – auch prima zum Norwegisch lernen. Ich werde gleich eine Scheibe Feigenbrot genießen – zusammen mit meiner Mutter, dank der ich heute so ganz in Ruhe den Blog schreiben konnte 🙂

Ich wünsche uns allen ein ruhiges, schönes und leckeres Wochenende mit viel Lachen, in Zeiten wie diesen brauchen wir das.

Ha det bra,

Ulrike

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3 Kommentare zu “Oh Feigenbrot, oh Feigenbrot! ODER Ab in die Marketingfalle….

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