Auf geht es! ODER Ein Kindergarten für Gesa Teil 2/letzter Teil

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Zuckerreduziert…alles muss beschriftet werden…erster Tag am zweiten Geburtstag…ohje, wie wird das wohl alles?…AUFREGEND…Moment, sofort Martin anrufen…aber erstmal kurz durchatmen!!! Gesa hat einen Kindergartenplatz!!

Hallo, meine lieben Leser, das waren so ungefähr die ersten Gedanken, die mir vor zwei Wochen durch den Kopf schossen. Es war Montag, 11. April, kurz nach 17 Uhr. Den ganzen Tag hatte ich auf eine Nachricht der Oslo Kommune, Stadtteil Frogner, gewartet. Schließlich war heute der erste Tag, an dem Kindergartenplätze verteilt wurden. Um 15 Uhr hatte ich dann beschlossen, dass wir anscheinend nicht in der ersten Runde dran gewesen waren. Na gut, dann warte ich eben auf den 11. Mai. Die zweite Vergaberunde.

Tja, und dann saßen Claudia und ich gemütlich vor der Deutschen Gemeinde beim Sushi-Essen und diskutierten über das Programmheft für unsere Theaterproduktion als…pling pling…eine Email sich ankündigte. Fast nebensächlich blickte ich auf mein Display – und zuckte zusammen:

“ikke-svar.oslo.kommune” schrieb mir und der Titel der Email lautete:

“Tilbud om plass for barnehage for Gesa Vibeke Niemann”

Wie von der Tarantel gestochen bin ich aufgesprungen. Und da, tatsächlich, war das Angebot für einen Kindergartenplatz in unserem auf Platz 1 gesetzten Kindergarten.

JIPPIE!!!!!!

Innerhalb weniger Minuten waren Martin, Omas und Opas, Paten und Oslopaten informiert. Ja, klaar hatten uns viele erzählt, dass wir in der ersten Runde und, natürlich, unseren Erstwunsch bekommen würden, da Gesa eben schon so steinalt ist. Aber zwischen dem was alle sagen und dem, was man so selber befürchtet, liegen ja manchmal Welten. Ich war einfach froh – und gleichzeitig ein bisschen wehmütig – irre, was man in ein paar Minuten alles gleichzeitig empfinden kann. Unsere kleine Motte, die doch eben noch winzig klein war, soll nun ab August Tag für Tag in den Kindergarten gehen. (Auch jetzt, hier am Schreibtisch kann ich das nicht ohne aufwallende Tränen schreiben – ehrlich mal, wie kitschig!)

Nun also zu den Fakten. Wir bekamen einen Vollzeitplatz im Kindergarten angeboten und man gab uns sieben Tage Zeit, diesen anzunehmen oder eben nicht. Ihr steinaltes Alter von dann 2 Jahren hatte anscheinend dafür gesorgt, dass unser Antrag mit Priorität behandelt wurde. Bevorzugt werden bei Anmeldungen immer zuerst Geschwisterkinder, dann Kinder von Angestellten des Kindergartens und dann anscheinend schon Kinder, die älter waren. Die meisten Kinder werden hier mit zwischen 12 und 15 Monaten in den Kindergarten geschickt, manche sogar noch früher. 24 Monate – echt biblisches Alter.

Wir antworteten also umgehend “Ja”, bekamen auch dieses bestätigt und damit ist die Kindergartensuche für uns beendet. Stressfrei, schnell und erfolgreich – so einfach hatte ich mir das Ganze nach einigen “Horrorberichten” nicht vorgestellt.

Am 23.8.16, ihrem zweiten Geburtstag, hat die Motte ihren ersten Tag. Natürlich erst für ein paar Stunden und zusammen mit Papa und Mama und wir hoffen, dass sie dort soviel Spaß haben wird, wie wir es ihr wünschen und wie der kleine Wirbelwind es verdient!

***

So, meine lieben Leser, das war es für heute. Mehr über uns als über Norwegen – aber vielleicht ist der Weg zum Kindergartenplatz hier auch ganz anders als in Deutschland? Erzählt doch mal! Ansonsten ist hier in Oslo die diesjährige Produktion der Kleinen Deutschen Szene sehr erfolgreich über die Bühne gegangen. Ein Projekt endet, ein neues beginnt – das ist spannend und schön! Auch ein berufliches Projekt ist am Entstehen, dazu später mehr! Ich wünsche uns allen einen tollen Start in den Mai, tanzt so hoch und lange Ihr könnt in den Wonnemonat, der sich hier in Oslo noch mit Schnee vermischt.

Wir lesen uns nächste Woche wieder!

Ha det,

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Erstes Grün im Frognerpark 🙂

Ulrike

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6 Kommentare zu “Auf geht es! ODER Ein Kindergarten für Gesa Teil 2/letzter Teil

  1. ich bin neuer stiller Leser deines Blogs und dachte ich melde mich mal zu Wort.
    Hier in meiner Stadt (Kiel) ist die Kindergartensuche ein Spießrutenlauf und ganz furchtbar, weil egal wie früh man anfragt (auch 1 1/2 Jahre vorher) ist ja mal grundsätzlich alles voll und es können ÜBERHAUPT keine Kinder aufgenommen werden! Danke, Danke für den Zuspruch 😀
    Glückwunsch zum Platz also und ich denke ihr könnt euch glücklich schätzen, die Norweger machen ja durchschnittlich mehr Kinder als die Deutschen 😀

    Ich wollte dir noch sagen ich bin riesen Fan von deinem Stil und deinen lustigen Geschichten und eigentlich hätte ich eine TRILLIARDEN (!!!) Fragen zum Auswandern nach Norwegen!

    Aller liebste Grüße aus Deutschland!
    Lea

    • Hallo Lea, danke erstmal für’s Lesen und Kommentieren – ich bin ganz überrascht, dass es in Kiel (und vielleicht auch sonst in D) so schwierig ist mit dem Kigaplatz. Irgendwas läuft da echt falsch dann! – Eine Trilliarde Fragen kann ich wahrscheinlich nicht beantworten – aber eine Milliarde schaffe ich 🙂 Immer her damit!

      Viele Grüße über die Ostsee 🙂
      Ulrike

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