Shockheaded Peter im Norske Teatret ODER Der Abend, an dem ich fast die Bühne gestürmt hätte

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Ich liebe Theater. Auf, hinter oder vor der Bühne. Das Prickeln in der Luft, wenn sich im Theatersaal die Türen schließen. Stille. Und dann entrollt sich eine eigene Welt vor den Augen der Zuschauer. Manchmal wünschte ich zwar, sie hätte es sein gelassen, aber meistens sitze ich wie ein kleines Kind unterm Weihnachtsbaum und lasse mich begeistern. Wie letzte Woche – in Shockheaded Peter.

Hallo, meine lieben winterlichen Leser, wie schön, dass wir uns hier wieder treffen. Es schneit. Und schneit. Und schneit, und schneit und schneit. Nachdem der Winter sich bisher ein wenig geziert hatte, schlägt er nun umso kräftiger zu und Oslo versinkt in weißer Masse. Ich tue so, als bemerkte ich nichts. Sind ja nur noch, was?, 4 Monate, dann ist schon wieder Frühling. Die Begeisterung der Neuzugereisten über die weiße Pracht kennt, im Gegensatz zu meinem Gegrummel, aber kein Ende: Fotoalben und Statusmeldungen über Schnee, Winter, Skilaufen und Schlittentouren füllen soziale Medien und ich frage mich, wo meine winterliche Begeisterung geblieben ist. Die scheint irgendwie im letzten, unendlichen Winter in meine wollene Unterhose gerutscht zu sein – und da steckt sie wohl immer noch. Ich frage mich, ob wir in den Süden auswandern sollten? Italien, wie hört sich das gerade schön an!!!! – Aber ich schweife ab.

Wir waren also im Theater. Seit unserer Ankunft hier in Oslo sind wir wunderbarerweise recht häufig im Theater, was unter anderem daran liegt, dass Statoil eine monatliche Ticketverlosung hat. Dem Gewinner winken zwei Tickets zum 50%-Preis. Das ist verlockend, und so nimmt Martin jeden Monat an der Lotterie teil und bisher hatten wir oft Glück. UND gute Plätze, meistens mittig in der 7. bis 10. Reihe. Wir haben Salome und Cavalleria Rusticana in der Oper gesehen, Liv Ullmanns Inszenierung von Onkel Wanja im Nationaltheater, die Vålerenga-Fußballchronik Neste Kamp im Oslo Nye Teater und nun also Shockheaded Peter im Norske Teater.

Der englische Titel mag nicht allen etwas sagen, die literarische, deutsche Quelle kennt aber jedes Kind: Der Struwwelpeter. 1845 von Heinrich Hoffmann geschrieben und illustriert, beschreiben die einzelnen Geschichten die übertriebenen, katastrophalen Auswirkungen von schlechtem Benehmen bei Kindern. Zappelphilipp, Daumenlutscher und der Suppenkaspar sind Alpträume meiner Kindheit. 1998 entwickelte dann Julian Bleach gemeinsam mit anderen Autoren und der Band Tiger Lillies aus dem schrägen Kinderbuch ein absurd-schräges Musical. Und nach nur knapp 15 Jahren habe ich es dann auch mal gesehen! Ja, immer mit der Zeit, immer hipp, so bin ich ;).

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Oslo hat, wie schon geschrieben, zwei große Theater: Das Nationaltheater (siehe Foto) und das Norske Teatret. Verschreibt das erste sich eher den konservativen Stücken, schlägt das nur auf Nynorsk spielende Norske Teatret einen eher modernen Weg ein. Bisher haben mir hier alle Stücke gefallen, die ich gesehen habe, unter anderem Trauer muss Elektra tragen oder Über offenem Abgrund, inszeniert von meinem ehemaligen Oberspielleiter am Carrousel Theater Berlin, Uwe Cramer. Die Welt ist ein Dorf, oder? Das Problem im Norske Teatret: Ich verstehe nichts. Aber wenn man dreieinhalb Stunden im Theater sitzt, nichts versteht und trotzdem am Ende sagt: Toller Abend!, dann heißt das schon was, finde ich. Nun also Shockheaded Peter. Schon seit Wochen freute ich mich wie verrückt auf einen wunderbar, absurden Theaterabend.

Und wollte dann nach zwei Minuten gehen.

Seit Hape Kerkelings Hannilein habe ich eine Hassflecken-produzierende-Abneigung gegen erwachsene Schauspieler, die Kinder spielen. Oder gar Babies. Da wird mir anders, da könnte ich killen, da will ich nur noch weg.

Shockheaded Peter begann mit einer Gruppe von kreischenden, daumenlutschenden, sich am Po kratzenden „Kleinkindern“ in Feinrippstramplern, die sich auf der Bühne und im Zuschauerraum tümmelten. Da wurde geknickert und gepupst, gekreischt und geknutscht, während mir der Dampf langsam aus den Ohren kam. Ich merkte, wie Martin neben mir unruhig wurde, während sich die Besucher vor mir köstlich amüsierten. Wenn ich nun eines noch mehr hasse als babyspielende Schauspieler, dann sind das Zuschauer, die darüber lachen.

„Hört auf zu lachen, Ihr Idioten!“, wollte ich brüllen. Himmel, die würden auch über Mario Barth lachen.

Ich wollte weg.

Der bis dahin anscheinend blinde Regisseur hatte ein Einsehen mit mir: Die Horrorkindergartengruppe verschwand von der Bühne. Ich war auf 180, die Handtasche über der Schulter, den Körper gespannt – bereit zur augenblicklichen Flucht.

Da kam ein Elefant auf die Bühne.

Und alles wurde gut.

„Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.“ – Max Reinhardt

Es gibt diese Momente im Leben, da taucht man ein in eine fremde, absurde Welt und fühlt sich sofort verstanden. So ging es mir jetzt. Auf der Bühne entfaltete sich eine Welt, die so oder so ähnlich direkt aus meinem Kopf hätte stammen können. – Von hinten rechts fuhr eine gewaltige, meterhohe Elefantenkonstruktion auf die leere Bühne. Der monströse, graue Rüssel schwang, die dicken Füßen bewegten sich im Rhythmus der fünfköpfigen Band, bestehend aus Ukulele, Tuba und Trommeln, Ziehharmonika und Keyboard. Oben auf dem immensen Elefantenkopf eine Figur mit weißem Gesicht und schwarzem Zylinder. Im Körper des Elefanten, an Metallstangen, die sein Skelett waren, hängend: Schauspieler, Requisiten und Kostüme. Behäbig wälzte sich das wunderbare Monstrum zur Bühnenmitte – und der Spaß begann.

In den kommenden 80 Minuten explodierte die Bühne dank der großartigen Musik der Tiger Lillies, einer Mischung aus „pre-war Berlin with the savage edge of punk“ wie ein Kritiker meint. Dazu ein Zeremonienmeister, der mit Ironie, Respektlosigkeit und perfektem Timing für Pointen durch die makabren Geschichten führte. Das Publikum stand fast auf den Sitzen vor Begeisterung. Die Bühne wurde in allen technischen Möglichkeiten genutzt: Schauspieler verschwanden durch Falltüren in die Unterbühne, schwangen am Flugseil meterhoch in der Luft, „explodierten“ in gewaltigen Rauchschwaden. Dario Fo traf auf Tim Burton. Es war eine reine Freude!

Foto: Fredrik Arff/Det Norske Teatret

Foto: Fredrik Arff/Det Norske Teatret

Zappelphilipp - Foto: Fredrik Arff/Det Norske Teatret

Zappelphilipp – Foto: Fredrik Arff/Det Norske Teatret

Der fliegende Robert - Foto: Fredrik Arff/Det Norske Teatret

Der fliegende Robert – Foto: Fredrik Arff/Det Norske Teatret

Foto: Fredrik Arff/Det Norske Teatret

Foto: Fredrik Arff/Det Norske Teatret

Nach 80 Minuten waren alle Kinder tot, Gedärme und Blutfäden verstaut, der Elefant wieder zusammengebaut und mit den letzten Tönen der Musik schob sich die Gruppe von der Bühne. Noch bevor der letzte Schauspieler im Off war, brach ein Applaussturm los.

Doch zu früh gefreut.

Denn was muss ein Stück, das mit einem, wenn auch fürchterlichen, Rahmen angefangen hat? Es muss diesen Rahmen schließen, genau. Die Horrorkindergruppe kehrte zurück, daumenlutschend, pupsend und ein letztes Lied singend.

Ich wurde zu einer gefährlichen Waffe und wäre fast auf die Bühne gestürmt, um diesem Treiben ein für alle Mal ein Ende zu setzen. Meine Begeisterung schlug in Ärger um, der nur für einen Augenblick verebbte, als die wunderbaren Musiker und der Joker-Dark-Knight-Zeremonienmeister zum Applaus kamen. Aber dann begann die Musik erneut und ich ergab mich: Ließ mich besänftigen und stimmte lauthals in den Jubel der anderen Zuschauer ein. – Sollte ich mir das Stück nochmal angucken, schließe ich in den ersten und letzten zwei Minuten einfach Augen und Ohren. Um sie dann, besonders für die Musik der Tiger Lillies, wieder weit zu öffnen.

Das war es für heute, meine lieben Leser. Ich hoffe, Ihr hattet Spaß an unserem Theaterbesuch und vielleicht findet Ihr in den nächsten Wochen auch eine Aufführung, die Euch mitreißt. Lasst es mich wissen!

Theater ist etwas Besonderes und kann Erlebnisse vermitteln, die kein anderes Medium unserer Zeit schafft. Geht doch einfach mal wieder ins Theater und lasst Euch begeistern. Und guckt nicht immer den alten, bekannten Schmarrn, sondern lasst Euch auf Neues ein. Ich wünsche Euch jetzt schon viel Spaß und bin gespannt auf Eure Kommentare. Lasst es Euch in der kommenden Woche gut gehen, genießt den Schnee (falls Ihr welchen habt), behaltet Eure gute Laune und bleibt neugierig.

Ha det bra,

Still in the spirit....

Still in the spirit….

Ulrike

Fünfzehn Freunde müsst Ihr sein! ODER Ausflüge in die norwegische Fjordwelt

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Schneeflocken, schon wieder. Ich kann sie nicht mehr sehen. Heißt es nicht immer aus Muttermund: Genieße in Maßen? Und richtet man sich als gehorsame Tochter nicht danach? Ich habe den Schnee in Maßen genossen. Nun ist genug.

Hallo???

Himmel???

ES REIIIIIIIIIIICHT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hallo, meine lieben Leser, schön, dass wir uns hier wieder treffen. Diese Woche war prall gefüllt mit neuen Erlebnissen und ich schlage vor, Ihr macht Euch einen Kaffee oder Tee,  holt die Kekse und macht es Euch gemütlich. Das kann dauern heute.

Ich warte so lange.

*aus dem Fenster guck*

*Schneeflocken die Zunge rausstreck*

Lasst Euch ruhig Zeit.

*pfeif*

*Nachrichten les*

(Sind sie wohl bald soweit? HALLO????? Ich hab auch noch andere Dinge zu tun!! Wie lange braucht man denn, um einen Kaffee und einen Keks zu holen? In der Zeit hätte ich eine ganze Wohnung renovieren können!)

Ah, da seid Ihr wieder.

Huch, ja, schön.

Ging ja richtig fix.

Willkommen also zu diesem Freitagsblog, der ein zentrales Thema hat: Fjorde.

Auf dem einen bin ich gewandert und durch den anderen bin ich per Boot gefahren.

Aber eines nach dem anderen.

Da der Winter ja irgendwie nicht enden will, sind auch noch Teile des Oslofjords und seiner Seitenarme gefroren. Zu einem echten norwegischen Winter hier in Oslo scheint zu gehören, dass man auf dem Fjord wandert. Nun bin ich von Natur aus eher, sagen wir, vorsichtig und hätte mich nie im Leben allein aufs Eis gewagt: hinterher verstehe ich die Schilder falsch und statt einer Wanderung fröne ich unfreiwillig dem Eisbaden. Rettung nahte in Gestalt von Christine, die nicht nur seit über 25 Jahren in Norwegen lebt, sondern auch das Fjordeis und alle Informationen darüber im Auge behielt und am Samstag verkündete, wir könnten eine Wanderung wagen.

Nun kann ich nicht genau beschreiben, was ich erwartet hatte, aber eins ist sicher: DAS nicht.

Das Ende des Eises war vom Ufer aus nicht zu sehen und zahlreiche Spaziergänger bevölkerten das Eis mit Skiern, Hunden oder Angeln. Kleine Tannenbäume wiesen den sichersten Weg und so wanderten wir los, dort wo im Sommer nur Boote oder Schwimmer zu finden sind. Ein fieser Wind blies,  sobald wir die schützende Uferzone verlassen hatten. Der Boden fühlte sich erstaunlich fest an, und ich beruhigte mich mit dem Gedanken, dass ja nun nicht gerade genau unter mir das Eis brechen würde. Ich meine, mal ehrlich, wie hoch sind die Chancen? Ich bin mathematisch nicht wirklich auf der Höhe, aber die Chancen fühlten sich verschwindend gering an.

Mitten in meine mathematischen Überlegungen zog der Duft von Waffeln.

Und Kaffee.

Es war Sonntagnachmittag, ich hatte weder Alkohol getrunken noch halluzinationsfördende Schmerzmittel genommen, trotzdem blieb es dabei: Waffelgeruch.

Mitten auf dem Fjordeis, geschätzte 500 Meter vom Ufer entfernt, stand ein Verkaufstisch samt rotweißgestreiftem Sonnenschirm. An diesem verkaufte eine junge Norwegerin Waffeln.

Ich war so froh, nicht verrückt zu sein!

Bald standen wir fröhlich kauend mitten auf dem Eis und bewunderten die Aussicht. Wir wanderten weiter über Bojen und Inseln, die nur im Winter zu Fuß erreicht werden können, grüßten Norweger beim Picknick und Sonnenbaden, erkundigten uns bei den Eisfischern nach ihren Fangerfolgen und versuchten uns warm zu halten. Nach zwei Stunden war die Fjordtour vorbei und ich kann nur jedem empfehlen: Macht das unbedingt auch mal!

Hier nun ein paar Fotos, eine Art Bildergeschichte sozusagen mit einem dicken Dank an Christine für die Bilder und die Idee.

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alle Fotos: @ChristineHöffgen

Oslofjord bei Sandvika

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„Ich rieche Waffeln!“

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Boje erobert! Nächstes Mal im Sommer!

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Zum Eisangeln unerlässlich!

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Petri Heil!

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Fjordtour Teil 2 – Lysefjord bei Stavanger

Am Montagabend ging es dann mit dem Nachtzug von Oslo nach Stavanger. Für mich das erste Mal, sowohl Nachtzug mit Bett als auch Besuch in Stavanger. Die Ölmetropole im Südwesten begrüßte uns am nächsten Morgen um 7.30 mit strahlendem Sonnenschein, was mich nach einer schlaflosen Nacht etwas milder stimmte. Mein Körper fand die Verbindung von Liegen und trotzdem in Bewegung sein derartig spannend, dass er sich die ganze Nacht darüber nicht beruhigen konnte und ich offenen Auges durch das nächtliche Norwegen ruckelte. Ich war müde.  Doch Stavanger rief und nach einem Besuch im Ölmuseum stand um 12 Uhr eine ganz besondere Tour auf dem Programm: Eine Bootsfahrt in den Lysefjord. Drei Stunden sollte die Fahrt dauern und 15 Menschen mussten sich mindestens finden, damit die Tour stattfinden würde.

Es war kurz vor zwölf.

Wir waren 11.

Linda und Scott aus Houston und ich überlegten, ob wir vier Norweger kidnappen und aufs Boot schleifen sollten, während eine andere Gruppe überlegte, einfach noch vier zusätzliche Tickets zu kaufen. Beide Pläne fielen durch. Um Punkt 12 erklärte der Kapitän die Tour für gecancelt, schwarzer Rauch steig sozusagen aus dem Ruderhaus und enttäuscht trollten wir elf Traurigen uns davon. Linda und Scott verabschiedeten sich Richtung Reedereibüro, um sich ihre Tickets erstatten zu lassen, ich beschloss,  eine tröstende warme Schokolade zu trinken. So ein Mist. Ich hatte mich so gefreut. Enttäuscht ließ ich mich auf eine der Bänke am Hafen fallen und tat mir mal kurz leid.

Plötzlich kam Bewegung auf den ruhigen Hafenplatz. Eine Gruppe von vier Frauen sprintete Richtung Wasser an mir vorbei und winkte aufgeregt dem Ausflugsschiff, das sich gerade vom Pier verabschieden wollte. „Stop! Stop! We wanna go to the Fjord too!“ Vier Frauen…..die zum Fjord wollten….

VIER!!!!!!

Wo waren die anderen? Ich blickte mich hektisch nach dem Rest der ehemals elf Freunde um. Waren sie etwa alle schon verschwunden?

Nein, da kamen sie angelaufen: Die drei Holländer mit den gewaltigen Fotoapparaten, die kleine Asiatin, die nicht gut Englisch sprach und gar nicht verstanden hatte, warum wir nicht aufs Schiff durften, die vier älteren Engländer und ich. Alle hatten noch Hoffnung gehabt und als dann die vier Frauen kamen….Der norwegische Kapitän hatte bereits wieder angelegt und den kleinen Steg ausgefahren.

Nun waren wir 13.

Wo waren Linda und Scott aus Houston?

„They went to the office, to get their money back!“ erinnerte ich mich und schon wollte sich ein gut gelaunter und sportlicher Holländer im Dauerlauf auf den Weg machen.

„Stop!“ rief der Kapitän. „I call the office.“

Das tat er auch. Kurze Zeit später kamen die beiden Texaner angejoggt und um zehn nach 12 saßen wir alle überglücklich an Bord und ließen die vier Amerikaner hochleben, deren spätes Erscheinen die Fahrt noch ermöglicht hatte.

Und dann ging es los. Griegs Peer Gynt begleitete uns auf der Fahrt und diese wunderschöne Musik vor der atemberaubenden Kulisse des Lysefjords zu hören – das war ein ganz besonderes Erlebnis. Die Sonne schien am wolkenlosen Himmel, die Kälte an Deck verschlug uns die Sprache und an manchen Stellen am Fjord schaukelte das Schiff so sehr, dass Fotoaufnahmen unmöglich waren. Auch hier lasse ich wieder Bilder sprechen, viel Spaß auf der Reise.

(Peer Gynt Morgenstimmung: http://www.youtube.com/watch?v=5SubzKYtNGE)

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Hengjane-Wasserfall

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Preikestolen (hätte ich nicht erkannt, von oben sieht er ganz anders aus)

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Wow, oder? Ich war und bin zutiefst beeindruckt und verbunden mit der hübschen Stadt Stavanger wäre das eine Ecke in Norwegen, in der ich auch leben könnte!

Das war es schon wieder für heute, meine lieben in 7er-Gruppen versammelten Leser. Es war eine spannende Woche, die gestern  noch in der Premiere von Freund und Regisseur Uwe Cramer am Norske Teatret in Oslo endete. Für alle norwegischen Leser: Guckt Euch noch bis Ende nächster Woche „Over open avgrunn“ an mit einem großartigen Ensemble, angeführt von der wunderbaren Ane Dahl Torp.

Ich verabschiede mich für diese Woche für Euch natürlich nicht, ohne das Gewinnspiel von letzter Woche aufzulösen. Zwei Gedichte zum Thema Süßigkeiten tauchten in den Kommentaren zum letzten Blog auf. Hier sind sie nochmal zum Nachlesen:

Schon immer, wie zu allen Zeiten,
naschen Norweger Süßigkeiten.
Für Marzipan und Zuckerstangen,
besteht ein ständiges Verlangen.

Auch bei Ulli sind Mandeln sehr begehrt,
die sie mit Wonne sofort verzehrt.
Doch Schokolade tut es auch,
wenn nach Süßem schreit ihr Bauch.

Falls Ulli mit Süßem sich verwöhnt,
ist die Nougatcreme nicht verpönt.
Das Zeug trägt oft bei zum Glücklich sein,
und lindert Langeweil und klebt wie Leim.

@VolkerErnst

Wenn’s abends kurz nach Achte is’
und ich auf meinem Sofa sitz,
meldet sich mein gieriger Magen
um mir klar und deutlich zu sagen,
dass es jetzt Zeit für Schokolade sei
oder anderem süßen Allerlei.

Mit dem Hinweis auf meine Waage
sage ich ihm: “Kommt nicht in Frage”!!!

“Ja-nein-ja-nein” – der Kampf geht in die nächste Runde,
mir läuft schon das Wasser zusammen im Munde!!!!!!

Ich weiß, ich komme nicht dagegen an
und HOLE MIR SCHOKOLADE MIT MARZIPAN (hmmmmmmmmm……..) 🙂

@JuttaHimstedt

BRAVO!!!! Beide Gedichte haben mir so gut gefallen, dass sich Montag gleich zwei Pakete mit norwegischen Süßigkeiten auf den Weg machen!

Nun wünsche ich Euch allen ein tolles Wochenende, wir werden am Sonntag zum Skispringen an der Holmenkollenschanze gehen. Drückt die Daumen, dass das Wetter hält. Nächsten Freitag erzähle ich Euch davon.

Bis dahin lasst es Euch gut gehen, freut Euch am Unerwarteten, verliert nie die Hoffnung, erforscht die Sehenswürdigkeiten um Euch herum und tanzt endlich den Frühlingstanz!

Ha det bra og stor klem,

Fjord7

Ulrike