Heute wird es persönlich… ODER Zehnmal: Danke, Norwegen!

upstairs.no

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„Tusen takk“, sage ich der Angestellten bei Fretex, die mir die Tür aufhält und mit „Takk skal du ha!“ lächele ich den älteren Herrn an, der mir mit dem Kinderwagen aus der Straßenbahn hilft. Sich zu bedanken gehört zu meinem Alltag. Dankbar sein auch? Wofür bin ich hier in Norwegen dankbar?

Hallo, meine lieben Leser, wie schön, dass wir uns hier wieder treffen. Am Sonntag feiern wir in der Deutschen Gemeinde Erntedankfest. Eine gute Gelegenheit, mal kurz innezuhalten, dachte ich mir. Uns geht es hier in Norwegen nämlich ganz schön gut. Trotzdem meckere ich auch gern mal herum. Aber heute nicht! Heute wird nur gedankt! Jawohl!

Im Sommer wurde ich gefragt, ein Buch mit dem Titel „111 Gründe, Norwegen zu lieben“ zu schreiben.

Das habe ich abgelehnt.

Aber zehn Gründe, hier in Norwegen Danke zu sagen, das klappt.

Hier meine Danke-Top-Ten 2015!

  1. Smash 

    nidar.no

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Mein Geldbeutel wäre voller und meine Jeansgröße kleiner ohne Smash, eine der köstlichsten norwegischen Süßigkeiten. Aber es würde mir soooooo fehlen! Nach erstem (kurzem) Zögern sind die Taco-Schokoladenhörnchen und ich gute Freunde. Ihr kennt Smash noch nicht? Ich schicke Euch gerne eine Packung zu!

  1. Color Line, Norwegian & Co.
foto-community-de

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Noch nie hatten wir im Ausland so viel Besuch wie hier in Oslo. Wunderbar ist das, heißt es doch, dass Familie, alte Freunde und wir wieder ein Stück näher zusammengerutscht sind. Selbst halbstündige Familientreffen im Frogner Park sind so möglich. Einmal kurz alle Neuigkeiten austauschen und – schwupps – verschwindet die Schwägerin wieder im Stadtrundfahrtsbus und kehrt zurück auf die Color Line. Das war verrückt 🙂

  1. Leben zwischen Meer und Wald
visitoslo.com

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Ich liebe den Blick vom Wasser Richtung Holmenkollen. Das Meer glitzert und der Wald lädt in gar nicht so weiter Entfernung zum Wandern ein. Oslo liegt einfach wunderschön.

  1. Frogner Park

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Mein drittes Zuhause. Hier kenne ich bald jeden Baum mit Namen. Tagtäglich ziehen wir hier unsere Runden und für mich ist es echter Luxus so nahe neben dem Stadtpark zu wohnen. Kennt man die versteckten Ecken und Wege, stören auch die Touristen nicht so sehr ;).

  1. Deutsche Gemeinde

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Mein zweites Zuhause. Wie froh bin ich über dieses gelbe Haus in der Eilert Sundts gate 37. Raum für Kreativität und Glauben, für Feiern und Theater, für Christkindlsmarkt und Erntedankfeste. Dazu tolle, interessante, liebenswerte Menschen, die aus der Gruppe eine echte Gemeinde machen. Ich kann wirklich allen nur empfehlen: Kommt mal vorbei! Ob gläubig oder nicht. Es lohnt sich.

  1. Entspanntheit

Woher dieses norwegische Grundgefühl kommt, kann ich immer noch nicht sagen, aber es ist da. Det ordner seg, slapper av, hyggelig, kose deg – alles Begriffe, die ich hier in Norwegen zu schätzen gelernt habe. Hier geht das Leben etwas langsamer und das tut gut.

  1. Norwegen mit all seiner Schönheit

Viel zu wenig habe ich gesehen von Norwegen – aber das wird sich nächstes Jahr ändern! Es locken unzählige Plätze: Lofoten, Nordkap, Bergen, Telemarkkanal, Fjorde, Fjorde, Fjorde – ach, die Liste würde viel zu lang werden. Was für ein Geschenk, in einem Land zu leben, das derartige Naturschönheiten bietet!

  1. Oslo mit vielen kreativen Möglichkeiten

Hier in Oslo durfte ich schon so viele kreative Ideen umsetzen. Angefangen mit der fantastischen Theatertruppe der Deutschen Gemeinde, über Kinderbibeltage, Hausfeste bis hin zur gelungenen Bloglesung am Goethe-Institut letzten Dienstag – Oslo erlaubt mir vieles, inspiriert mich zu vielem und ich hoffe, dass das noch lange anhält!

  1. Unsere tollen Freunde

Ob Siedler oder königliche Heiratspläne für Gesa, Waffelschlachten oder Hüttentouren, französische Filmabende oder Theaterproben, Grilleinladungen oder barnesang, Flusswanderungen oder Fjordwintertouren – wir haben tolle Freunde und Bekannte hier und das macht das Leben wirklich schön. Bleibt bloß alle hier!

  1. Meine kleine Familie

Lag es nun an der norwegischen Luft oder der generell entspannten Lebenseinstellung hier? Wir wissen es nicht. Aber plötzlich war sie da, die wohl größte Überraschung, die wir hier in Norwegen erlebt haben und mit der wir, nach fast 20 Jahren, nicht mehr gerechnet hatten. Ich bin überzeugt, dass Norwegen seine Finger im Spiel hatte und schicke ein riesiges Danke ins Land für unsere wunderbare Gesa.

Danke also, Norwegen. Du tust mir gut.

***

So, das waren meine Top Ten. Ein sehr persönlicher Blog – ups, seid Ihr überhaupt noch da, liebe Leser? Nächste Woche schreibe ich dafür endlich über die norwegische Fußball-Liga!

Meine wöchentlichen Grüße gehen in dieser Woche an das Goethe-Institut hier in Oslo, in dem Erik und ich so willkommen geheißen wurden am Dienstag. Danke nochmal für die Einladung – toll war es!

Uns allen wünsche ich eine tolle Woche, seid mal wieder dankbar!

Hilsen,

Takk

Ulrike

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7 Kommentare zu “Heute wird es persönlich… ODER Zehnmal: Danke, Norwegen!

  1. Sehr persönlich, sehr berührend – und ich war bis zum Ende da! 😉
    Ein sehr schöner Blogeintrag, dem ich in vielen Punkten zustimmen kann…
    Den Beitrag über die norwegische Fussball-Liga kannst du dir von mir aus gene zugunsten solcher Beiträge wie dem heutigen schenken! 😉
    Ha en fin helg og nyt høsten!

  2. Sehr schöner Blog, lese es mit Vergnügen.
    Ich gehöre zwar noch zu der etwas jüngeren Generation, jedoch ist Norwegen ein sehr inspirierendes Land und du und dein Block haben einen gewissen“Anteil“ an meinen Blick auf Norwegen. 🙂
    Vielen Dank fürs Teilen deiner Erlebnisse, der nächste Eintrag interessiert mich auch schon sehr, da ich die Liga ein wenig verfolge. 🙂
    Ha det bra 😉

  3. hei ulrike.
    da schreibe ich vielen dank, mange takk ,999 plus 1 takk, sehr schøne beschreibung der isrøysa finde ich. hæette frau merkel gestern den nobel preis bekommen, spørs om det ville vært en grunn for å si takk skal du ha kongeriket. gruesse markus

  4. Oh ja, ich kann deinem Beitrag nur zustimmen! Es ist sooo schön hier zu sein. Aber ich muss zugeben. Ich würde ebenfalls gerne in Oslo leben. Leider geht das die nächsten 2-3 Jahre (mind) noch nicht. Aber irgendwann…

    Ps: Rema1000 hat auch Smash unter einer Eigenmarke. Heißen Sjoko Skruer und schmecken super…. und schonen den Geldbeutel 😀

    Hilser fra Vestlandet!

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