Werbung für norwegische Süßigkeiten ODER Ich liebe Walter!

Die Waage habe ich nach ganz hinten unter den Badezimmerschrank geschoben. Aus den Augen, aus dem Sinn. Ach, wenn es so einfach wäre. Denn auch wenn ich nicht wirklich Gewichtsprobleme habe, merke ich doch, dass die Hosen enger werden. UND WESSEN SCHULD IST DAS???? Also meine nicht. Die Übeltäter kommen harmlos daher, und schlagen dann erbarmungslos zu. Ihr Name: Smash!

Hallo, meine lieben Leser, schön, dass wir uns hier wieder treffen! Heute dreht sich alles um norwegische Süßigkeiten und ich kann Euch sagen, sie sind gefährlich. Man kann nämlich nicht aufhören, sie zu essen, bis die Tüte leer ist. Das kennt Ihr bestimmt alle! Manche sind nach Chips süchtig, andere nach Schokolade, wenige Glückliche können nicht von gesundem Obst lassen und ignorieren das kalorienhaltige Knabberkram.

Bei mir sind es im Moment Smash, diese wunderbar widerwärtigen Maishörnchen in Schokolade. Eine große Tüte ist keine besondere Anstrengung für mich, das mache ich mit links, da zucke ich nicht der Wimper, da wird aufgerissen und losgegessen bis nichts mehr da ist. Hier mal ein Bild.

Also von den Smash.

Nicht von mir beim Essen.

Das ist kein schöner Anblick.

Hier also…tatarata……SMASH!

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Ich habe sie das erste Mal im Kino kennengelernt und seitdem sind wir Kumpel. Gut, ich vernichte sie hemmungslos, aber das ist ja auch ihr Zweck, und so sind alle glücklich mit der Beziehung. An dieser Stelle meinen uneingeschränkten Dank an die norwegische Schokoladenfirma Nidar. Well done!

Aber es sind nicht nur die Maisschokohörnchen, die meine Jeans ächzen lassen, Skandinavien bietet eine Menge interessanter Köstlichkeiten.

Bamsemums beispielsweise. Das ist jetzt keine norwegische Kinderkrankheit, sondern bedeutet ungefähr „Bärenmampferei“. Ein Marshmellow-Inneres ist mit Schokolade überzogen und wird in Bärenform gebracht. Eine wunderbar klebrige Angelegenheit. Nach drei Bamsemums ist mir gewöhnlich übel, worauf ich noch drei esse und es besser wird.

Hm, ob ich wohl Werbegelder für mein Product Placement beantragen sollte? Das wäre doch toll, dann würde ich mir davon säckeweise von der nächsten Köstlichkeit kaufen. Hierbei handelt es sich Laban Seigmenn, süß-saure Weingummimänner, die batallionsweise in meinem Magen einmarschieren. Irgendein genialer Norweger hat dafür eine Konsistenz erfunden, die nicht so sehr an den Zähnen klebt wie andere Weingummisorten. Ein ganz wunderbare Köstlichkeit aus dem norwegischen Süßigkeitenregal.

@nidar.no

@nidar.no

Kommen wir nun zu meinem langmonatigen Dauerpartner, ein Typ, ohne den mein Küchenschrank ganz einsam wirkt.

Männer im Küchenschrank! höre ich Euch ausrufen. Wilde Sitten da oben in Norwegen. Aber ich muss ihn immer um mich haben. Es geht nicht anders. Und Martin findet ihn auch lecker.

Sein Name: Walter.

Walter Huber kam in den 1960er Jahren aus der Schweiz nach Norwegen, und arbeitet seit 1971 als Schokoladenerfinder. Eines Tages ritt ihn eine Idee und er schmiss ein paar Mandeln in die köstliche Schokolade seines Arbeitgebers, des norwegischen Schokoladenmonopols Freia,  und zack – Walters Mandler war geboren. Hier ist Walter.

http://www.freia.no/om-freia/freia-walter-artikkel/738?#section_2

Und hier ist seine Kreation:

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Danke. Wir lieben dich.

Soweit also zu meinen absoluten norwegischen Lieblingssüßigkeiten. Aber alles hat ja immer zwei Seiten und es gibt auch einige Zuckerkreationen, die mich zu einer Größe 34 werden ließen, hätte ich nichts anderes zu essen.

Als erstes wäre da ein Schokoladenriegel mit dem harmlosen Namen Hobby. Ich würde ihn eher „Bananenhorror“ nennen. Umhüllt von einer Schicht Schokolade kämpft eine Schicht weiche Marshmellowcreme mit einem darüber liegenden Bananen-Gel. Die Schaumcreme ist weich und glibberig, das Gel ein bisschen körnig und das ganze Ding schmeckt nach Banane. Nein, danke.

hobby

Danke an dieser Stelle an die Blogger von Little Norway, die auch schon was über norwegischen Süßigkeiten geschrieben haben und alles hübsch fotografiert haben. Tusen takk!

Unschlagbar ist aber ein anderer Schokoladenriegel, der von vielen als wahre Delikatesse angesehen wird. Ich schüttele mich beim Verzehr. Die angebliche Delikatesse heißt Trioka und, alle Blitzmerker vermuten es schon, es handelt sich um eine dreigeteilte Süßigkeit. Eine harmlose Schicht Marzipan wird von einer Schicht Schokoladencreme überwältigt, die wiederum unter einer Schicht Himbeergelee zu leiden hat. Ich weiß, dass sich das lecker anhört.

Ist es aber nicht.

Irgendetwas stimmt nicht mit der Konsistenz des Fruchtgelees. Sehr schade.

Kommen wir nun noch zu einer Abteilung im Süßigkeitenregal, für die die Skandinavier eine ganz besondere Vorliebe haben. Lakritz! Weiches Lakritz, süßes Lakritz, scharfes Lakritz, saures Lakritz, Lakritz mit harter Schale und pulverigem Inhalt, das mir die Haare zu Berge stehen lässt. Eigentlich nicht viel anders als deutsche Katzenpfötchen, Katjes, oder Salinos. Aber irgendwie ist die Lakritze hier oben schärfer und reinigt die Speiseröhre. Lakritze muss sein! Für die Skandinavier. Ich esse es mal, ja, okay, aber nicht auf Dauer.

Und nun zu einem Bereich norwegischer Süßigkeitenkunst, die eindeutig …aber seht selbst…

@freia.no

@freia.no

Kvikklunsj

@freia.no

@freia.no

@freia.no

@freia.no

Na?? Was denkt Ihr?

Also mal ehrlich, wer denkt da nicht sofort an Mars, Kitekat, Smarties und Treets? Aber der Firma, die mir Walter’s Mandel gebracht hat, verzeihe ich das gerne. So ähnlich die Leckerheiten auch aussehen, sie schmecken immer ein ganz bisschen anders als das Original. Kvikk Lunsj schmeckt besser als sein Original, die Schokolade ist weniger süß . Bei Japp hingegen wünsche ich mir immer, ein echtes Mars zu haben. Gibt es ja auch hier in Norwegen, so ist es ja nicht. Aber Freia ist eine Art nationales Heiligtum und wirbt mit dem Slogan „Et lite stykke norge.“ – „Ein kleines Stück Norwegen“ und deshalb greife ich auch hin und wieder zum Japp. Et lite stykke Norge. Ist doch einfach schön. Aber nichts, rein gar nichts, kommt gegen meine momentanen Favoriten an, den Alptraum aller Waagen und Jeanshosen, die maisige Versuchung Smash. Gerade bemerke ich, dass nur noch fünf kleine Schokohörnchen in der Tüte sind!!! HILFE! Schnell zum Supermarkt und Nachschub kaufen!!!

Das war es schon wieder für heute, meine lieben in 7er-Gruppen-Schokolade-genießenden Leser! Wer gerne mal eine der norwegischen Köstlichkeiten probieren will, schreibt mir einfach und ich schicke was los. Oh, oder noch besser und ganz kulturpädagogisch wertvoll: Wir machen einen Wettbewerb!! Wer also ein kleines Osterpaket bekommen möchte, dichtet ein paar Zeilen, sagen wir maximal drei Strophen, zum Thema „Norwegische Süßigkeiten“ und postet es als Kommentar. Nächsten Freitag starte ich dann eine Abstimmung und der Sieger erhält ein Päckchen! Cool! Ha! So machen wir das!

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Dichten, habt eine tolle Woche, genießt Köstlichkeiten aller Art, auch wenn Fastenzeit ist und dieser Artikel zu einer wirklich unpassenden Zeit kommt. Nun ja, mir fiel kein anderes Thema ein. *lach* Nächste Woche bin ich für drei Tage in Stavanger und werde im nächsten Blog davon berichten! Lass es Euch bis dahin gut gehen!

Ha det,

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Ulrike

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10 Kommentare zu “Werbung für norwegische Süßigkeiten ODER Ich liebe Walter!

  1. Hallo Ulli,
    Bin ich der erste?
    Hier ist mein Beitrag:

    Schon immer, wie zu allen Zeiten,
    naschen Norweger Süßigkeiten.
    Für Marzipan und Zuckerstangen,
    besteht ein ständiges Verlangen.

    Auch bei Ulli sind Mandeln sehr begehrt,
    die sie mit Wonne sofort verzehrt.
    Doch Schokolade tut es auch,
    wenn nach Süßem schreit ihr Bauch.

    Falls Ulli mit Süßem sich verwöhnt,
    ist die Nougatcreme nicht verpönt.
    Das Zeug trägt oft bei zum Glücklich sein,
    und lindert Langeweil und klebt wie Leim.

    liebe Grüße aus Bosseborn

  2. Wenn’s abends kurz nach Achte is‘
    und ich auf meinem Sofa sitz,
    meldet sich mein gieriger Magen
    um mir klar und deutlich zu sagen,
    dass es jetzt Zeit für Schokolade sei
    oder anderem süßen Allerlei.

    Mit dem Hinweis auf meine Waage
    sage ich ihm: „Kommt nicht in Frage“!!!

    „Ja-nein-ja-nein“ – der Kampf geht in die nächste Runde,
    mir läuft schon das Wasser zusammen im Munde!!!!!!

    Ich weiß, ich komme nicht dagegen an
    und HOLE MIR SCHOKOLADE MIT MARZIPAN (hmmmmmmmmm……..) 🙂

    Mutta-Kuss

  3. Nachtrag: Zu den uns hier vorliegenden norwegischen Keksen fiel mir kein Gedicht ein und so musste ich die „Schokoladen-Variante“ nehmen, hoffe aber, dass auch die ankommt!!??

  4. Süssigkeiten……da läuft mir das Wasser im Mund zusammen und ich kann nicht mehr denken !!!
    Außer will ich haben………………………

    So jetzt muss ich zum Kaufmann rennen und mir was Süsses aus Deutschlande kaufen…MIST!

    Reich mal was rüber 🙂

  5. Hallo Ulrike,

    Gestern erst habe ich von einer Freundin ein kleines „fresspaket“ aud Norwegen bekommen und gerade musste ich feststellen, dass das meiste schon verschwunden ist.. Auf der Suche nach einer Website, auf der ich mir schnell Nachschub besorgen kann bin ich auf deinen Blog gestoßen.
    Ich muss dir zustimmen, die norwegische Schokolade ist einfach toll. Nicht zu süß, aber auch nicht zu bitter. Sowas brauchen wir dringend in Deutschland 🙂

    Liebe Grüße aus Duisburg,
    Lolip

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