Fotosafari Oslo Teil 2: Ein Spaziergang auf Bygdøy ODER Ich bin reif für die Insel

Plötzlich ist es ruhig um mich herum. Der Lärm, der von der vierspurigen Autobahn kam, ist kaum noch zu hören. Stattdessen lautes Vogelgezwitscher. Ich klettere die vereiste Anhöhe hinauf, biege um die letzte Kurve und da liegt sie vor mir: Bygdøy. Sommerresidenz der Königsfamilie, vielbesuchte Museumsinsel und ländlicher Zufluchtsort mit Badestränden. Vor mir auf der Wiese wälzt sich ein Hund wohlig im Sonnenschein und ich kann mich gerade noch stoppen, es nicht auch zu tun. Ein Nachmittag auf Bygdøy ist wie ein Tag Urlaub.

@Kontik-Museum

@Kontiki-Museum

Guten Morgen, meine lieben Leser, schön, dass Ihr da seid. Und nein, verschwindet jetzt bitte nicht sofort ins Wochenende, weil Ihr denkt: BLOG! 14.30! Und tschüß!!

STOP!

Es ist 9 Uhr! Noch nicht Wochenende! Außer, Ihr gehört zu den glücklichen Menschen, die nicht mehr arbeiten müssen oder gerade Urlaub haben. Alle anderen: Weitermachen!

Ich entschuldige mich für die zeitliche Verwirrung, die daran liegt, dass ich heute nachmittag verabredet bin. Mit einem Pferd. Jawohl, ich werde heute mal das Glück der Erde suchen und hoffe, dass ich es wirklich auf und nicht unter dem noch ahnungslosen Tier finde. Oder neben ihm. Oder wo mich die Erdanziehung so landen lässt. Bevor ich aber zur Kavallerie wechsele, kehren wir zum eigentlichen Thema zurück.

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Bygdøy ist die Halbinsel im Süden Oslos. Neben schicken Villen mit schönen Gärten finden sich hier die bekanntesten Museen der Stadt:

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Am schönsten ist Bygdøy von Mitte März bis Mitte Oktober zu erreichen, wenn Fähren von Aker Brygge aus übersetzen. Den Rest des Jahres kann man den Bus Linie 30 benutzen, der vom Stadtzentrum knapp 30 Minuten benötigt.

Oder man geht zu Fuß. So wie ich.

Bygdoy

Eine Wanderung über Bygdøy dauert für mich ungefähr 2 Stunden und ich nehme Euch jetzt mit, schweige und lasse die Bilder sprechen. Viel Spaß!

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Der erste Blick, wenn man die Autobahn hinter sich gelassen und die erste Anhöhe überwunden hat. Ich war ganz überrascht, gezogene Loipen zu finden. Endlich mal eine Langlaufstrecke, auf der es keine fiesen Abhänge gibt. Hier muss ich nochmal mit Skiern hin. Schnell allerdings, denn es wird von Tag zu Tag wärmer.Weiter geht der Weg übers Feld, außer mir sind nur noch wenige Menschen unterwegs. Toll! (Ach so, ich wollte ja eigentlich schweigen….pscht!)

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So lässt es sich wohnen, oder?

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1880 wurde das Seebad auf Bygdøy eröffnet und bis heute findet sich hier einer der beliebtesten Strände auf der Halbinsel.

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Gerade vielleicht etwas zu kalt zum Baden. Obwohl Eisbaden in Norwegen beliebt ist. Heute wollte aber anscheinend niemand.

Vorbei an dicken Eisschollen geht der Weg hinein in die Wälder von Bygdøy.

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Kleine Lichtungen mit Bänken sind wunderbare Rastplätze.

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Endlich! Mein absoluter Lieblingsplatz auf Bygdøy: Paradiesbukta, die Paradiesbucht.

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Einfach wunderschön. Und auch überraschend:

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Weiter geht der Weg rund um die Insel und bald kehren wir zurück in die Zivilisation: Willkommen in Huk.

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Auf der anderen Seite dieser wunderschönen Villa liegt das Wikingermuseum, ein Höhepunkt, den man nicht verpassen sollte! Hier sind die am besten bewahrten Wikingerschiffe weltweit zu sehen. Sie stammen aus dem 9. Jahrhundert und beeindrucken mich bei jedem Besuch.

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Oh oh meine lieben Leser, die Zeit rast. Ich muss loooooos. Was machen wir denn nun? Aufhören und später weiter? Oder kommentarlos Fotos posten? Meine Zeitplanung ist nicht gut.

Ok, Fotos ohne Kommentar. Stummfilm.

Weiter: Eindrücke Bygdøy!

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Das kennt Ihr schon, richtig?? Das Norske Folkemuseum! Erinnert Ihr Euch? Ich wollte Bäuerin werden nach meinem ersten Besuch!

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Wir nähern uns der königlichen Sommerresidenz! Übt den Knicks und die Verbeugung!

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Huch, keiner da.

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Seit 2007 nutzt die Königsfamilie die Sommerresidenz erst wieder regelmäßig. Davor? Tja, irgendwie wollte nach König Olavs Tod 1991 dort niemand Zeit verbringen. Aber nun wieder. Sieht ja auch sehr schön aus, oder?

Ein Blick auf die königlichen Stallungen, samt königlichem Wappen. Natüüürlich!

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Unser Rundgang neigt sich seinem Ende zu. Hier die Wiese vom ersten Foto nun von der anderen Seite. Im Hintergrund Blick auf Skoyen und Majorstuen. Da muss ich wieder hin. Puuh. Bus? NEIN! Weiter marsch, marsch!

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Für dieses Mal verabschiede ich mich von Bygdøy, kehre dem edlen Landleben den Rücken zu und werfe mich wieder in den Rachen der Großstadt!

Ich hoffe, die Fototour hat Euch gefallen!

Für mich ist es Zeit, die Stiefel anzuziehen, den Mut einzupacken und mich auf den Weg zu meiner speziellen Verabredung zu machen.

Ich wünsche Euch allen eine tolle Woche, geht raus und entdeckt Unentdecktes, zieht die eigenen Füße alle anderen Transportmitteln vor und genießt den kommenden Frühling!

Ha det bra, stor klem,

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Ulrike

Ein Kommentar zu “Fotosafari Oslo Teil 2: Ein Spaziergang auf Bygdøy ODER Ich bin reif für die Insel

  1. Hallo Ulrike, welches Pferd aus den königlichen Stallungen wurde Dir denn zur Verfügung gestellt? Ich hoffe, dass Du diese Frage bei bester (nicht „reit-pferd“-geschädigter) Gesundheit beantworten kannst: 🙂 🙂 Mutta-Kuss

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